Forum für Anthroposophie, Waldorfpädagogik und Goetheanistische Naturwissenschaft
Home Home


Home
Suchen
Vorträge
Rudolf Steiner

Veranstaltungen

Service-Seiten

Adressen
Ausbildung


Bücher
Bibliothek
Links

Link hinzufügen
Stellenangebote

FTP Download

Impressum

Email
http://www.anthroposophie.net     http://anthroposophie.net.tc      http://anthroposophy.de.vu     http://go.to/anthroposophie

Lexikon Anthroposophie

[zurück zur Liste]

Sinne
luziferische und ahrimanische Einflüsse auf die 12 Sinne des Menschen

(siehe auch -> Sinne, Die zwölf Sinne des Menschen)

"Wir wollen unseren Sinn wenden auf die zwölf Sinne des Menschen. Führen wir uns sie noch einmal vor, diese zwölf Sinne des Menschen.

Ichsinn: Ich bitte Sie, noch einmal ins Auge zu fassen dasjenige, was ich in bezug auf diesen Ichsinn gesagt habe. Dieser Ichsinn ist nicht gemeint mit Bezug auf die Fähigkeit unseres eigenen Ich-Wahrnehmens. Mit diesem Ichsinn nehmen wir nicht unser eigenes Ich wahr, jenes Ich, das uns auf der Erde erst zugekommen ist, sondern mit diesem Ichsinn nehmen wir die Iche der anderen Menschen wahr. Also alles dasjenige, was uns mit einem Ich behaftet entgegentritt in der physischen Welt, das nehmen wir mit diesem Ichsinn wahr.

Das zweite ist der Denksinn. Der Denksinn hat wiederum nichts zu tun mit unseren eigenen Gedankenbildungen. Wenn wir selber denken, so ist dieses Denken nicht eine Tätigkeit des Denksinns, sondern das ist etwas ganz anderes. Wir werden davon noch sprechen. Der Denksinn bezieht sich darauf, daß wir die Fähigkeit haben, die Gedanken der anderen Menschen zu verstehen, wahrzunehmen. Also mit unseren eigenen Gedankenbildungen hat dieser Denksinn zunächst nichts zu tun.

Sprachsinn: Der hat wiederum nichts zu tun mit der Bildung unserer eigenen Sprache, nichts zu tun zunächst mit der Fähigkeit, die dem eigenen Sprechen zugrunde liegt, sondern er ist der Sinn für das Verständnis dessen, was zu uns gesprochen wird von dem anderen Menschen.

Hörsinn oder Tonsinn: Das kann ja nicht mißverstanden werden.

Wärmesinn, Sehsinn, Geschmackssinn, Geruchssinn, Gleichgewichtssinn: Ich habe ja diese Sinne öfter schon und auch in diesen Betrachtungen wieder erklärt.

Bewegungssinn, Lebenssinn, Tastsinn.

Das sind die zwölf Sinne, durch die wir hier in der physischen Welt die Außenwelt wahrnehmen. Das materialistische Denken verzeichnet ja, wie Sie wissen, von diesen Sinnen nur den Tonsinn, den Wärmesinn — wobei sie den aber zusammenwirft mit dem Tastsinn -, Sehsinn, Geschmackssinn, Geruchssinn, und spricht infolgedessen von fünf Sinnen. Allerdings, die neuere Wissenschaft, die neuere Physiologie, Sinnesphysiologie, fügt schon dazu den Gleichgewichtssinn, Bewegungssinn, Lebenssinn, und unterscheidet auch zwischen dem Tastsinn und Wärmesinn. Von einem besonderen Sprachsinn, von einem besonderen Denksinn - Gedankensinn könnte man auch sagen - und von einem besonderen Ichsinn spricht die gewöhnliche Wissenschaft, die gewöhnliche Physiologie nicht, weil sie aus der Art ihres Denkens heraus heute auch noch nicht davon sprechen kann. Das materialistische Denken und Anschauen der Welt beschränkt sich ja gern auf alles dasjenige, was sinnlich wahrnehmbar ist. Es liegt zwar ein gewisser Widersinn darinnen, zu sagen «sinnlich wahrnehmbar», weil man nur willkürlich abgrenzt das sinnlich Wahrnehmbare, nämlich das durch die fünf Sinne Wahrnehmbare; aber Sie wissen ja alle, was damit gemeint ist, wenn man sagt: Die gewöhnliche materialistische Anschauung läßt gelten dasjenige, was sinnlich wahrnehmbar ist, und sie sucht deshalb auch für die Sinne die Wahrnehmungsorgane. Weil ihr so gar nichts vorliegt als ein Wahrnehmungsorgan für den Ichsinn, den Gedankensinn und den Sprachsinn, weil ihr so gar nichts dafür vorliegt, was sie vergleichen könnte zum Beispiel mit dem Ohre für den Tonsinn oder mit dem Auge für den Sehsinn, so spricht sie nicht von diesen Sinnen: Ichsinn, Gedankensinn, Sprachsinn. Für uns entsteht aber die Frage: Gibt es wirklich keine Organe für den Ichsinn, den Gedankensinn, den Sprachsinn? Wir wollen heute einmal auf die genaueren Untersuchungen dieser Dinge eingehen.

Also mit dem Ichsinn ist gemeint unsere Fähigkeit, die Iche der anderen Menschen wahrzunehmen. Eine besonders ungenügende und unzulängliche Aussage des modernen Denkens ist die, daß man eigentlich das Ich des anderen Menschen gar nicht wahrnehme, sondern auf das Ich des anderen Menschen immer mehr oder weniger nur schließen würde. Wir sehen so etwas auf uns zukommen - so nimmt diese Denkweise an -, welches aufrecht auf zwei Beinen geht, ein Bein immer an dem anderen vorbeiführt oder eines neben das andere hinsetzt, gestützt von diesen Beinen einen Rumpf hat, daran pendeln zwei Arme, die verschiedene Bewegungen ausführen zu verschiedenen Zwecken; dann sitzt weiter darauf ein Haupt, welches Töne äußert, spricht, Gesten äußert. Und wenn so etwas, wie ich es jetzt beschrieben habe, uns entgegentritt, so schließen wir: Das ist der Träger eines Ich. - So meint die materialistische Anschauung. Dies ist ein vollständiger Unsinn, ein wirklicher, echter Unsinn; denn die Wahrheit ist, daß ebenso wie wir mit den Augen Farben sehen, wie wir mit dem Ohre Töne hören, wir auch das Ich des anderen wirklich wahrnehmen. Ganz ohne Zweifel, wir nehmen es wahr. Und diese Wahrnehmung ist eine selbständige. So wie das Sehen nicht auf einem Schluß beruht, wie das Hören nicht auf einem Schluß beruht, so beruht das Wahrnehmen des Ich des anderen nicht auf einem Schluß, sondern ist eine unmittelbar wirkliche, selbständige Wahrheit, die unabhängig gewonnen wird davon, daß wir den ändern sehen, daß wir seine Töne hören. Abgesehen davon, daß wir seine Sprache vernehmen, daß wir sein Inkarnat sehen, daß wir seine Gesten auf uns wirken lassen, abgesehen von alledem nehmen wir unmittelbar das Ich des ändern wahr. Und so wenig der Sehsinn mit dem Tonsinn zu tun hat, so wenig hat die Ich-Wahrnehmung mit dem Sehsinn oder mit dem Tonsinn oder mit irgendeinem anderen Sinne zu tun. Es ist eine selbständige Ich-Wahrnehmung. Ehe das nicht eingesehen wird, ruht die Wissenschaft von den Sinnen nicht auf soliden Grundlagen.

Nun entsteht die Frage: Was ist das Organ für die Wahrnehmung des anderen Ich? Was nimmt in uns das andere Ich wahr, so wie wir mit dem Sehorgan Farben oder Hell und Dunkel wahrnehmen, so wie wir mit den Ohren Töne wahrnehmen? Was nimmt das Ich des ändern wahr? Die Ich-Wahrnehmung hat ebenso nun ihr Organ, wie die Sehwahrnehmung oder die Tonwahrnehmung. Nur ist das Organ der Ich-Wahrnehmung gewissermaßen so gestaltet, daß sein Ausgangspunkt im Haupte liegt, aber das ganze Gebiet des übrigen Leibes, insoferne es vom Haupte abhängig ist, Organ bildet für die Ich-Wahrnehmung des ändern. Wirklich, der ganze Mensch als Wahrnehmungsorgan gefaßt, insoferne er hier sinnlich-physisch gestaltet ist, ist Wahrnehmungsorgan für das Ich des ändern. Gewissermaßen könnte man auch sagen: Wahrnehmungsorgan für das Ich des ändern ist der Kopf, insoferne er den ganzen Menschen an sich anhängen hat und seine Wahrnehmungsfähigkeit für das Ich durch den ganzen Menschen durchstrahlt. Der Mensch, insofern er ruhig ist, insoferne er die ruhige Menschengestalt ist gewissermaßen mit dem Kopf als Mittelpunkt, ist Wahrnehmungsorgan für das Ich des ändern Menschen. So ist das Wahrnehmungsorgan für das Ich des ändern Menschen das größte Wahrnehmungsorgan, das wir haben, und wir sind selbst als physischer Mensch das größte Wahrnehmungsorgan, das wir haben.

Nun kommen wir zum Gedankensinn. Was ist Wahrnehmungsorgan für die Gedanken des anderen? Wahrnehmungsorgan für die Gedanken des anderen ist alles dasjenige, was wir sind, insoferne wir in uns Regsamkeit, Leben verspüren. Wenn Sie sich also denken, daß Sie in Ihrem ganzen Organismus Leben haben und dieses Leben eine Einheit ist - also nicht insoferne Sie gestaltet sind, sondern insoferne Sie Leben in sich tragen -, so ist dieses in Ihnen getragene Leben des gesamten Organismus, insofern es sich ausdrückt im Physischen, Organ für die Gedanken, die uns von außen entgegenkommen. Wären wir nicht so gestaltet, wie wir sind, könnten wir nicht das Ich des ändern wahrnehmen; würden wir nicht so belebt sein, wie wir sind, könnten wir nicht die Gedanken des ändern wahrnehmen. Das ist nicht der Lebenssinn, von dem ich hier spreche. Nicht daß wir unsere Gesamtlebensverfassung innerlich wahrnehmen, ist hier in Frage - das gehört zum Lebenssinn -, sondern insofern wir das Leben in uns tragen. Und dieses Lebendige in uns, alles das, was in uns physischer Organismus des Lebens ist, das ist Wahrnehmungsorgan für die Gedanken, die der andere uns zuwendet.

Und insofern wir Kraft haben, uns zu bewegen, ausführen zu können alles das, was wir durch unser Inneres an Bewegungen haben, zum Beispiel wenn wir die Hände bewegen, wenn wir das Haupt drehen oder von oben nach unten bewegen, führen wir von innen heraus Bewegungen aus. Also insofern wir diese Kräfte haben, den Körper in Bewegung zu versetzen, liegt dieser Bewegbarkeit in uns ein physischer Organismus zugrunde. Das ist nicht der physische Organismus des Lebens, das ist der physische Organismus der Bewegungsfähigkeit. Der ist nun zugleich das Wahrnehmungsorgan für die Sprache, für die Worte, die uns der andere zusendet. Wir könnten keine Worte verstehen, wenn wir nicht in uns einen physischen Bewegungsapparat hätten. Wahrhaftig, insofern von unserem Zentralnervensystem die Nerven zu unserem gesamten Bewegungsvorgang ausgehen, liegt darinnen auch der Sinnesapparat für die Worte, die zu uns gesprochen werden. So spezialisieren sich die Sinnesorgane. Der ganze Mensch: Sinnesorgan für das Ich; das Lebendige, das dem Physischen zugrunde liegt: Sinnesorgan für das Denken; der in sich bewegbare Mensch: Sinnesorgan für die Worte.

Noch mehr spezialisiert ist nun der Tonsinn. Obwohl auch mehr als dasjenige, was gewöhnlich die Physiologie zum Gehörapparat rechnet, dazugehört, so ist doch schon der Tonsinn mehr spezialisiert. Nun, über den Tonsinn brauche ich nicht zu sprechen. Da können Sie ja, wenn Sie ein gewöhnliches Lehrbuch der Sinnesphysiologie in die Hand nehmen, den Tonsinn, das Organ des Tonsinns beschrieben finden. -Schwieriger wird es einem heute noch, das Organ für den Wärmesinn beschrieben zu finden, weil der, wie gesagt, mit dem Tastsinn zusammengeworfen wird. Aber der Wärmesinn ist eigentlich ein sehr spezialisierter Sinn. Während der Tastsinn über den ganzen Organismus verbreitet ist, ist der Wärmesinn nur scheinbar über den ganzen Organismus verbreitet. Natürlich sind wir für Wärmeeinflüsse am ganzen Organismus zugänglich, aber als Sinn, als Wahrnehmung der Wärme, ist der Wärmesinn sehr konzentriert in dem Rumpf des Menschen, in dem Brustteil. - Die Spezialisierung dann in bezug auf die Organe für den Sehsinn, Geschmackssinn, Geruchssinn, sind ja natürlich bekannt aus der gewöhnlichen Beobachtung oder aus dem, was die gewöhnliche Wissenschaft zu sagen weiß.

Nun können wir wirklich in einer gewissen Weise die mittlere Partie, die untere Partie und die obere Partie unseres Sinneslebens voneinander unterscheiden und wir wollen heute eine besondere Betrachtung noch anstellen mit Bezug auf diese Unterscheidung. Gehen wir dabei aus von dem Sprachsinn und betrachten wir den Sprachsinn. Ich sagte: Insofern wir Bewegungsorganik in uns tragen, können wir die Worte wahrnehmen. Das Hegt also dem Sprachsinn zugrunde. Wir können aber nicht nur die Worte des ändern wahrnehmen, verstehen, wir haben also nicht nur einen Sprachsinn, sondern wir haben auch eine Sprachfähigkeit, eine Sprachmöglichkeit; wir sprechen selber. Und das ist nun interessant und wichtig, welches das Verhältnis ist zwischen unserer Fähigkeit, zu sprechen, und unserer Fähigkeit, die Sprache zu verstehen; also jetzt nicht die Töne zu hören, bitte unterscheiden Sie das, sondern die Sprache zu verstehen. Tonsinn und Sprachsinn muß da genau unterschieden werden. Also wir können nicht nur die Worte des ändern verstehen, sondern wir können selber sprechen. Wie verhält sich das eine zum anderen, das Sprechen zum Sprache-Verstehen?

Wenn wir den Menschen untersuchen mit den Mitteln der Geisteswissenschaft, so finden wir, daß dasjenige, was dem Worte-Verstehen zugrunde liegt und was dem Sprechen zugrunde liegt, sehr verwandt ist miteinander. Wenn wir auf das blicken wollen, was eigentlich dem Sprechen zugrunde liegt, so können wir zunächst zurückgehen bis zum menschlichen seelischen Leben, in dem ja für jeden, der vernünftig ist, unleugbar der Ausgang des Sprechens liegt. Das Sprechen stammt aus dem Seelischen, wird angefacht durch den Willen im Seelischen. Ohne daß wir wollen, also einen Willensimpuls entwickeln, kommt natürlich kein gesprochenes Wort zustande. Beobachtet man nun geisteswissenschaftlich den Menschen, wenn er spricht, so geschieht etwas ähnliches in ihm, wie da geschieht, wenn er das Gesprochene versteht. Aber das, was geschieht, wenn der Mensch selber spricht, umfaßt einen viel kleineren Teil des Organismus, viel weniger vom Bewegungsorganismus. Das heißt, der ganze Bewegungsorganismus kommt in Betracht als Sprachsinn, als Wortesinn; der ganze Bewegungsorganismus ist Sprachsinn zugleich. Ein Teil ist herausgehoben und wird in Bewegung versetzt durch die Seele, wenn wir sprechen, - ein Teil dieses Bewegungsorganismus. Und dieser herausgegriffene Teil des Bewegungsorganismus, der hat eben sein hauptsächliches Organ im Kehlkopf, und das Sprechen ist Erregung der Bewegungen im Kehlkopf durch die Impulse des Willens. Was im Kehlkopf vorgeht beim eigenen Sprechen, kommt so zustande, daß aus dem Seelischen heraus die Willensimpulse kommen und den im Kehlkopfsystem konzentrierten Bewegungsorganismus in Bewegung versetzen, während unser gesamter Bewegungsorganismus Sinnesorganismus ist für die Wortewahrnehmung. Nur, daß wir diesen Bewegungsorganismus, indem wir Worte wahrnehmen, in Ruhe halten. Gerade dadurch, daß wir ihn in Ruhe halten, gerade dadurch nehmen wir die Worte wahr und verstehen die Worte. Instinktiv weiß das in einer gewissen Beziehung jeder Mensch; denn jeder Mensch tut etwas Instinktives zuweilen, wodurch er andeutet, daß er das weiß in seinem Unterbewußtsein, was ich jetzt eben auseinandergesetzt habe. Ich will ganz im Groben sprechen. Denken Sie, ich mache diese Bewegung (zur Abwehr erhobene Hand). Die Fähigkeit, diese Bewegung zu machen, insofern sie aus meinem ganzen Bewegungsorganismus kommt - denn jede kleinste Bewegung ist nicht bloß in einem Teile lokalisiert, sondern kommt aus dem ganzen Bewegungsorganismus des Menschen -, bewirkt etwas ganz Bestimmtes. Indem ich diese Bewegung nicht mache, mache ich dasjenige, was ich haben muß, damit ich irgend etwas Bestimmtes verstehe, was in Worten ausgedrückt wird durch einen anderen Menschen. Ich verstehe, was der andere sagt, dadurch, daß ich, wenn er spricht, diese Bewegung nicht ausführe, sondern sie unterdrücke, daß ich in mir den Bewegungsorganismus nur gewissermaßen bis in die Fingerspitzen errege, aber zurückhalte die Bewegung, also anhalte, staue. Indem ich dieselbe Bewegung staue, begreife ich etwas, was gesprochen wird. Will man etwas nicht hören, macht man oftmals diese Bewegung - womit man andeuten will, daß man unterdrücken will das Hören. Das ist das instinktive Wissen von dem, was dieses Stauen der Bewegung bedeutet.

Nun ist der Mensch ursprünglich so veranlagt, daß der gesamte Bewegungsorganismus, der zugleich der Wortesinn-Organismus ist, gewissermaßen das in der regelrecht fortlaufenden Evolution des Menschen Gelegene ist. So wie wir einstmals in der lemurischen Zeit entlassen worden sind aus unserem Zusammenhang mit dem Weltenganzen, sind wir veranlagt, Worte zu verstehen. Aber wir sind damals noch nicht veranlagt gewesen, Worte zu sprechen. Es wird Ihnen das kurios vorkommen, daß wir veranlagt sein konnten, Worte zu verstehen, aber nicht veranlagt gewesen sind, Worte zu sprechen. Es ist aber nur scheinbar etwas Kurioses; denn so ganz genau ist unser Bewegungsorganismus nicht veranlagt, die Worte des anderen zu hören, zu verstehen, die Worte des ändern Menschen zu verstehen, sondern -verschiedenes andere zu verstehen. Wir waren ursprünglich viel mehr dazu veranlagt, die elementarische Sprache der Natur zu verstehen, das Walten gewisser elementarischer Wesenheiten in der Außenwelt wahrzunehmen. Das haben wir verlernt; dafür haben wir einzutauschen gehabt die Fähigkeit des eigenen Sprechens. Das ist dadurch gekommen, daß mit unserem uns ursprünglich verliehenen Bewegungsorganismus die ahrimanische Macht während der atlantischen Zeit eine Veränderung vorgenommen hat. Die ahrimanische Macht ist es, der wir verdanken, daß wir sprechen können, daß wir die Gabe der Sprache haben. So daß wir sagen müssen: Wir sind eigentlich als Menschen wirklich ursprünglich veranlagt gewesen, anders Sprache wahrzunehmen, als wir jetzt wahrnehmen. Wir sind so veranlagt gewesen, Sprache wahrzunehmen, daß wir eigentlich dem ändern gegenübergetreten wären - und so sonderbar uns das jetzt vorkommt, aber man gewöhnt sich ja natürlich, besonders im Laufe so langer Zeiten, wie es seit den atlantischen Zeiten her ist, an das, was eben geschehen ist -, wir sind veranlagt gewesen, mehr oder weniger den ganzen anderen Menschen wahrzunehmen in Gebärden und Gesten, in stummen Ausdrucksmitteln, und diese selbst mit unserem eigenen Bewegungsapparat nachzuahmen und uns so ohne die physisch hörbare Sprache zu verständigen. Viel geistiger uns zu verständigen waren wir veranlagt. In diese mehr geistige Verständigungsart hat Ahriman eingegriffen, hat unseren Organismus spezialisiert, das Kehlkopfsystem geeignet gemacht, tönende Worte hervorzubringen. Und das, was dann übriggeblieben ist vom Kehlkopfsystem, geeignet gemacht zu haben, tönende Worte zu verstehen, das ist also eine ahrimanische Gabe.

Insofern wir ein Lebensorganismus sind, können wir wahrnehmen die Gedanken des ändern. Wiederum sind wir dazu veranlagt gewesen, viel geistiger die Gedanken des ändern wahrzunehmen, als wir sie eigentlich jetzt wahrnehmen. Gewissermaßen im einfachen Dem-andern-Gegenübertreten sind wir veranlagt gewesen, seine Gedanken innerlich nachzufühlen, sie nachzuleben. Es ist ein grober physischer Abglanz, wie wir heute die Gedanken des ändern ja sogar nur auf dem Umweg der Sprache wahrnehmen. Und höchstens, wenn wir uns ein wenig dressieren auf die Gestikulationen und auf das Mienenspiel und auf die Physiognomie des ändern, können wir noch einen Nachklang von dem wahrnehmen, wozu wir veranlagt waren. Die ganze Denkdisposition eines Menschen wahrzunehmen, waren wir veranlagt, indem wir ihm gegenübertraten, sie nachzuleben und die einzelnen Denkäußerungen aus den einzelnen Gesten, einzelnen Mienen wahrzunehmen. Wiederum ist es eine ahrimanische Gabe, durch welche umgewandelt worden ist diese mehr geistige Art der Wahrnehmungen der Gedankenwelt, die sich sogar im Verlaufe der Menschheitsevolution immer mehr und mehr auf die äußere Sprache konzentriert hat.

Wir brauchten gar nicht so sehr weit zurückzugehen in der Menschheitsentwickelung, nur bis in die ägyptisch-chaldäische Zeit, von der indischen gar nicht zu sprechen, wo das noch in höchstem Maße ausgebildet war - wir brauchten nur hinter die griechisch-lateinische Zeit zurückzugehen, da finden wir noch ein feines Verständnis bei der Menschheit für das Gedankenleben, insofern es sich ausgedrückt hat in den unausgesprochenen Worten, in dem, was durch Physiognomie, durch Gesten, selbst durch Stellungen, durch die ganze Art des Gegenübertretens des einen Menschen zum anderen, zum Ausdrucke gekommen ist. Dafür hat der Mensch sein Verständnis verloren. Immer weniger und weniger ist von dem erhalten geblieben, und heute ist schon recht wenig Verständnis dafür vorhanden, die inneren Gedankengeheimnisse des Menschen zu erlauschen aus der Art und Weise, wie er uns entgegentritt.Wir hören fast nur mehr auf dasjenige,was von seinen Gedanken, in seinen Gedanken, an seinen Gedanken dadurch zu uns kommt, daß er es uns durch die hörbaren Worte mitteilt. Dadurch aber, daß dies geschehen ist, haben wir die Fähigkeit erhalten, unseren Lebensapparat, unseren Lebensorganismus selbst zum Denkapparat zu machen. Wir würden nicht die Gabe des Denkens haben, wenn das nicht geschehen wäre, was ich gesagt habe, wenn nicht jener ahrimanische Einfluß gekommen wäre, von dem ich gesprochen habe. So sehen Sie, daß in einer gewissen Beziehung zusammenhängt unsere heutige Fähigkeit, zu sprechen, mit dem Wortesinn, Sprachsinn, aber auf dem Umwege durch ahrimanische Einflüsse; daß unsere heutige Fähigkeit, zu denken, zusammenhängt mit unserem Gedankensinn, wiederum auf dem Umwege durch ahrimanische Einflüsse.

Dann waren wir veranlagt, in feiner Weise das Ich des anderen Menschen zu verspüren, es nicht nur zu erleben, sondern innerlich wahrzunehmen; denn unser ganzer Mensch ist Ichsinn-Organ. Es arbeitet Ahriman heute noch immer sehr stark daran, auch diesen Ichsinn zu spezialisieren, wie er den Sprachsinn und den Gedankensinn spezialisiert, umgeändert hat. Das ist sogar im Werden, und das drückt sich darin aus, daß mit Bezug darauf die Menschheit einer merkwürdigen Tendenz entgegengeht. Man muß etwas ganz Paradoxes sagen, wenn man von dem spricht, was eigentlich nun hier gemeint ist. Es drückt sich heute nur in den allerersten Anfängen aus, eigentlich noch mehr auf philosophische Weise. Es gibt heute schon Philosophen, welche die Fähigkeit, innerlich das Ich zu erleben, ganz leugnen: zum Beispiel Mach und andere; ich habe davon in dem philosophischen Vortrag, den ich neulich gehalten habe, gesprochen. Diese Menschen müßten eigentlich der Ansicht sein, daß man keine Fähigkeit hat, innerlich das Ich wahrzunehmen, sondern daß man das Ich wahrnimmt dadurch, daß man andere wahrnimmt. Und die Tendenz geht dahin, so zu denken, wie ich es jetzt grotesk andeuten will. Die Menschen würden dahin kommen, sich zu sagen: Da treten mir andere entgegen, die auf zwei Beinen pendelnd herumwandeln, wie ich es vorhin beschrieben habe, und daraus schließe ich, daß da innerlich ein Ich ist. Und weil ich geradeso ausschaue wie der, so schließe ich zurück, daß auch ich ein Ich habe. - Da würde man von den Ichs der anderen auf das eigene Ich schließen. Das liegt schon in dem Wesen von vielen Behauptungen, die heute aufgestellt werden, namentlich, wenn von der Seite, die ich eben meine, beschrieben wird, wie das Ich sich eigentlich während unserer einzelnen Evolution zwischen Geburt und Tod entwickelt. Lesen Sie in den heutigen Psychologien nach, da werden Sie schon beschrieben finden, wie diese Ich-Erfassung sich entwickelt an dem anderen. Dadurch, daß wir sie zuerst als Kind nicht haben, aber die anderen wahrnehmen, dadurch übertragen wir, was wir an den anderen sehen, auch auf uns selber. Die Fähigkeit, von dem anderen auf uns zu schließen, die wird allerdings immer größer und größer werden. Geradeso, wie sich nach und nach die Fähigkeit des Denkens entwickelt hat aus der Fähigkeit des Denksinns, die Fähigkeit der Sprache aus der Fähigkeit des Sprachsinns, so wird die Fähigkeit, an der ganzen Welt sich mitzuerleben, immer mehr entwickelt, neben der Fähigkeit, die anderen Iche wahrzunehmen. Wir haben es da mit feineren Unterscheidungen zu tun, aber man muß diese schon erfassen. So arbeitet gewissermaßen an diesem Ende des Menschen das Ahrimanische sehr mit - sehr, sehr mit.

Betrachten wir den Menschen jetzt von der anderen Seite. Da haben wir den Tastsinn. Ich sagte Ihnen: der Tastsinn ist eigentlich im Grunde ein innerer Sinn. Denn wenn Sie etwas antasten, etwa den Tisch, so übt das auf Sie einen Druck aus; aber das, was Sie wahrnehmen, ist eigentlich ein inneres Erlebnis. Das, was in Ihnen bewirkt wird beim Anstoß, das ist das, was eigentlich das Wahrnehme-Erlebnis ist. Was Sie da erleben, bleibt ganz in Ihrem Inneren beim Tastsinn. Es ist also der Tastsinn doch etwas, was im Grunde genommen nur bis zu der äußersten Peripherie der Haut geht; und weil die Außenwelt an diese Peripherie der Haut stößt, und wir nach diesem Anstoßen oder nach anderen Berührungen mit der Außenwelt Innenerlebnisse haben, haben wir die Erlebnisse des Tastsinns. Der Tastsinn ist also der am meisten peripherische Sinn und doch im Grunde ein innerer Sinn. Der Apparat für das Tasten ist am meisten ausgebildet an der Peripherie und schickt nur seine feinen Verzweigungen nach dem Innern, die nur deshalb nicht ordentlich bloßgelegt sind von der äußeren wissenschaftlichen Physiologie, weil diese nicht ordentlich den Tastsinn vom Wärmesinn unterscheidet.

Wir tragen auch ein Organ des Tastsinns mit, das gewissermaßen wie ein Geflecht auf unserer ganzen Oberfläche ausgebreitet ist und feine Verzweigungen nach dem Innern schickt. Dieses Geflecht, wenn ich es so nennen darf - es ist grob bezeichnet -, was ist es denn eigentlich? Wozu ist denn das ursprünglich dagewesen? Es ist eben das von vornherein eine auffällige Tatsache, daß dieser Tastsinn, trotzdem er jetzt verwendet wird, um durch Berührung die räumliche Außenwelt wahrzunehmen, in seinen Erlebnissen uns die inneren Erlebnisse gibt. Das ist eine ebensowenig zu leugnende, wie auf der anderen Seite bedeutungsvolle, merkwürdige Tatsache. Und sie hängt damit zusammen -das ergibt sich ja aus der Geisteswissenschaft -, daß dieser Tastsinn wiederum ursprünglich nicht eigentlich zum Wahrnehmen der Außenwelt bestimmt war, so wie er heute ist, gar nicht zum Wahrnehmen der physischen Außenwelt bestimmt war, sondern eine Metamorphose durchgemacht hat. Dieser Tastsinn ist eigentlich dazu bestimmt, daß wir unser Ich, ganz geistig gefaßt, das vierte Glied unseres Organismus, geistig ausstrecken durch unsern ganzen Körper. Und die Organe, welche die Organe des Tastsinns sind, geben uns eigentlich ursprünglich im inneren Erleben unser Ich-Gefühl, unsere innerliche Ich-Wahrnehmung.

Jetzt sind wir bei der innerlichen Ich-Wahrnehmung. Also unterscheiden Sie wohl: Das Wesen des Ich, das ist ein wirkliches Wesen, ein geistig substantielles Wesen, das sich in uns befindet, das sich in uns dehnt bis zu dem Geflecht des Tastsinns hin; und das, was das Geflecht des Tastsinns ist, das innerlich berührt wird vom sich erstreckenden Ich, gibt die Wahrnehmung des Ich. Würde es bei der ursprünglichen Bestimmung geblieben sein, deren Wesen ich jetzt angedeutet habe, dann würden wir durch den Tastsinn nicht solche Wahrnehmungen haben, wie wir sie jetzt haben. Wir würden ja gewiß dann auch auf die Dinge der Außenwelt stoßen, aber das würde uns höchst gleichgültig lassen. Wir würden dieses Stoßen oder meinetwillen das Darüberfahren mit den Fingerspitzen über die Sachen, nicht als Tasten haben. Wir würden also solche Zusammenstöße mit der Außenwelt so empfinden, daß wir unser Ich dabei empfinden, unser Ich dabei erleben, aber nicht von der Wahrnehmung der Außenwelt sprechen. Es mußte seit unserer Entwickelung von der lemurischen Zeit an unser Organismus umgewandelt werden, daß er aus einem Wahrnehmungserreger für das innere Ich Tastorgan wurde, fähig, die Außenwelt durch Tasten wahrzunehmen. Und das ist eine luziferische Tat, das ist einem luziferischen Einfluß zuzuschreiben. Dadurch ist unser Ich-Erlebnis so spezialisiert worden, daß wir die Außenwelt tastend erleben, dadurch natürlich auch unser Ich-Erlebnis getrübt haben. Wir würden das Ich-Erlebnis ganz anders haben, wenn wir durch die Welt gingen und nicht immer zu achten hätten, was uns stößt oder drückt, oder ob etwas rauh oder glatt ist und so weiter.

Es mischt sich also das Luziferische, das den Tastsinn gestaltet hat, in das Ich-Erlebnis da hinein. Da ist also ein Innerlichstes mit einem Äußerlichen vermischt, wie beim Sprachsinn ein Äußeres mit einem Inneren vermischt ist. Der Sprachsinn ist dazu bestimmt gewesen, nur Worte wahrzunehmen, die dann nicht zu tönen brauchen, also Sinnwahrnehmen. Sprechen als Innerliches hat sich dazu hineingemischt. Hier war es ein Innerliches, und ein Äußerliches ist dazugekommen, die Wahrnehmung draußen.

Lebenssinn: Das, was Organ des Lebenssinns ist, wodurch wir unsere innern Gebilde, unsere innere Verfassung erlebend wahrnehmen, das ist nun in ähnlicher Weise umgestaltet worden durch einen luziferischen Einfluß; denn ursprünglich waren wir in dieser Beziehung nur bestimmt, daß sich unser astralischer Leib innerlich wahrnimmt, erlebt an unserm Lebensorganismus. Nun ist aber hineingemischt worden die Fähigkeit, die innere Leibesverfassung, die innere Verfassung des Menschen als Wohlgefühl oder Mißgefühl zu erleben. Das ist luziferischer Impuls, der dort hineingemischt ist. Wie hier das Ich zusammengespannt wird mit dem Tasten, so wird hier der astralische Leib mit dem Wohl- oder Mißgefühl unserer Lebensverfassung zusammengespannt. Und wiederum, unser Bewegungsorganismus ist ursprünglich so hergerichtet gewesen, daß wir nur die Wechselwirkung unseres Ätherleibes mit unserem Bewegungsorganismus erleben würden. Dazu ist gekommen die Fähigkeit, unsere innere Beweglichkeit wahrzunehmen und zu erleben, eben der Bewegungssinn selber. Wieder ein luziferischer Impuls. Wir verdanken also von zwei Seiten her luziferischen und ahrimanischen Einflüssen Umgestaltungen unseres ganzen Menschenwesens. Die eigentlich für den physischen Plan bestimmten Sinne, Ichsinn, Denksinn, Sprachsinn, sind ahrimanisch umgestaltet. Und nur dadurch sind wir das geworden, was wir als Menschen auf dem physischen Plan sind, daß Tastsinn, Lebenssinn, Bewegungssinn luziferisch umgestaltet sind. Und nur ein mittleres Gebiet haben wir, das gewissermaßen sich bewahrt hat vor diesen Einflüssen. Das ist die genauere, detaillierte Darstellung dieses unseres Organismus...

Wir sehen da, wie es schon notwendig ist, das Augenmerk zu richten auf jenen Gleichgewichtszustand, der das Wesentliche, das Bedeutungsvolle ist, der hergestellt werden muß zwischen Ahrimanischem und Luziferischem in der Welt. Denken Sie, daß gewissermaßen an den äußersten Enden das Ich des Menschen beteiligt ist, hier gewissermaßen das Ich von außen, am Tastsinn das Ich von innen. (Siehe Zeichnung, orange Pfeile.) Ebenso ist der astralische Leib am Denken beteiligt, aber am Lebensorganismus wiederum von innen beteiligt (rote Pfeile). Der Ätherleib ist beteiligt hier, wenn das Sprechen nicht geschieht, aber ebenso beteiligt am Bewegungssinn von innen (blaue Pfeile). In der Mitte haben wir gewissermaßen dasjenige, woran «ich taste -denke - lebe - spreche - bewege», weniger beteiligt sind, eine Art Hypomochlion, wie es die Waage hat in der Mitte, wo sie ruht. Je mehr man gegen die Mitte kommt, desto mehr bleibt der Waagebalken ruhig. An den Seiten schlägt er aus. So hätten wir in der Mitte eine Art Ruheverhältnis. Da enthüllt sich uns schon die menschliche Wesenheit, in einer bedeutungsvollen Weise von zwei Seiten her beeinflußt. Und es ist notwendig, daß das Ahrimanische und das Luziferische in der rechten Art ins Auge gefaßt wird, wenn man den Menschen verstehen will in seinem Aufbau, wie auch in seiner heutigen Betätigung."[1]

Lit.:
[1]Rudolf Steiner, Das Rätsel des Menschen. Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte., GA 170 (1978), S 239 ff., Vierzehnter Vortrag, Dornach, 2. September 1916

(Literaturangaben folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz Email: verlag@rudolf-steiner.com URL: http://www.rudolf-steiner.com)

Link: http://www.anthroposophie.net   Site Search   Web Search
http://www.anthroposophie.net/lexikon/db.php?id=104letzte Änderung: 2002-09-01

Druckversion dieses Artikels abrufen

Home Suchen Vorträge Veranstaltungen Adressen Bücher Link hinzufügen
Wolfgang Peter, Ketzergasse 261/3, A-2380 Perchtoldsdorf, Tel/Fax: +43-1-86 59 103, Mobil: +43-676-9 414 616 
www.anthroposophie.net        Email: Wolfgang.PETER@anthroposophie.net