Forum für Anthroposophie, Waldorfpädagogik und Goetheanistische Naturwissenschaft
Home Home


Home
Suchen
Vorträge
Rudolf Steiner

Veranstaltungen

Service-Seiten

Adressen
Ausbildung


Bücher
Bibliothek
Links

Link hinzufügen
Stellenangebote

FTP Download

Impressum

Email
http://www.anthroposophie.net     http://anthroposophie.net.tc      http://anthroposophy.de.vu     http://go.to/anthroposophie

Lexikon Anthroposophie

[zurück zur Liste]

Elementarwesen
Bündnis mit Luzifer und Ahriman

(siehe auch -> Elementarwesen, Elementargeister, Naturgeister, -> Phantome, Spektren, Dämonen, Geister und -> Elementarwesen, in Zusammenhang mit Technik und modernem Wirtschaftsleben)

"Aber dieser ganze Chor von Wesenheiten, der ebenso um uns herum ist wie Steine, Pflanzen, Tiere und physische Menschen, dieser ganze Chor, der kann entweder offenbarend an uns herandringen, indem wir das Geistige heute willig aufnehmen, oder aber er kann sich unserem Bewußtsein verschließen. Wollen wir nichts wissen von der geistigen Welt, dann ist dieser ganze Chor verfallen den ahrimanischen Mächten, dann kommt das Bündnis zwischen Ahriman und den Naturgeistern zustande. Das ist heute das, was in der geistigen Welt schwebt als überragender Entschluß: das Bündnis zustande zu bringen zwischen den ahrimanischen Mächten und den Naturkräften. Es ist sozusagen der Kompromiß im Werke zwischen den ahrimanischen Mächten und den Naturgeistern, und es gibt keine andere Möglichkeit, dies zu verhindern, als dadurch, daß sich die Menschen in ihrer Erkenntnis an die geistige Welt wenden und dadurch bekannt werden mit den Naturgeistern, ebenso wie sie bekannt wurden mit Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff, Kalzium, Natrium und so weiter. Es muß also hingesetzt werden neben eine Wissenschaft des Sinnlichen, des Physischen, eine Wissenschaft des Geistes. Und zwar müssen wir mit dieser Wissenschaft des Geistigen absolut Ernst machen. Indem wir bloß in pantheistischer Weise herumreden vom Geist, kommen wir ihm nicht nahe. Wir dürfen nicht jene Mutlosigkeit haben, die sich davor zurückhält, von konkreten geistigen Wesenheiten zu reden. Wohin wäre die Menschenentwickelung gekommen, wenn zum Beispiel das Volk des Alten Testaments und andere Völker so mutlos gewesen wären, nicht zu sprechen von einzelnen geistigen Wesenheiten, sondern von einer verschwommenen allgemeinen geistigen Wesenheit in pantheistischer Weise? Für die Menschheit wurde der Übergang geschaffen in der Entwickelung, indem die katholische Kirche zu den Heiligen gegriffen hat, gewissermaßen dasjenige zum Ausgangspunkt ihrer Verehrung genommen hat, was als Geistig-Seelisches geblieben ist von den Menschen selber in der geistigen Welt. Sie legt das nach ihrer Art aus, ein tiefer Impuls liegt dem aber zugrunde. Wir müssen uns jedoch in die Lage versetzen, nicht nur im Menschen das zu finden, was wir so in die geistige Welt versetzen können, sondern den Mut haben, in der ganzen Umgebung den Geist zu suchen, wie wir das Natürliche durch die Sinne suchen. Wenn wir das tun, dann kommen wir zu dem hinauf, was uns als Licht entgegentritt, als das die Welt durchpulsende Leben, da kommen wir hinauf zu den Wesen, die nach der Einheit streben, die eben gerade den Menschen dazu verführen, ein bloß Einheitliches in der Welt zu empfinden. Der Monotheismus ist entsprungen der Offenbarung der ätherischen Welt an die Erdenmenschheit. Aber indem wir zu diesen Lichtwesen hinaufgehen, zu den elementarischen Wesen des Äthers, kommen wir zu einer anderen äußeren Welt. Diese Welt ist jedoch nicht nur im physischen Licht enthalten, sondern auch in demjenigen, was als Geistiges zu uns herniederströmt mit jedem Sonnenstrahl: Da finden wir solche Wesenheiten, wie wir sie in den irdischen Elementen finden. Aber in jenen ätherischen Elementen finden wir Wesenheiten, die nun wiederum die Menschheit nicht so mit der Erde verbinden wollen, wie es in der Absicht der ahrimanischen Mächte liegt, welche die Erde in ihrer Entwickelung aufhalten, sondern sie wollen den Menschen nicht zur vollen Erkenntnis des Irdischen kommen lassen, sie möchten dessen Entwickelung aufhalten, bevor die Erde an ihr Ziel gelangt. Die ahrimanischen Wesenheiten möchten die Erde so weit bringen als es ihren Zwecken dienlich ist; die anderen Wesenheiten sind darauf aus, das, was in der Menschheitsentwickelung vom Anbeginn veranlagt ist, nicht bis zur vollen Entfaltung kommen zu lassen, es in früheren Stadien festzuhalten. Da aber konnten sie den Entschluß fassen - und das ist der andere Entschluß, der uns entgegentritt, wenn wir hinaufschauen in die höheren Sphären - eines Bündnisses nun zwischen Luzifer und den Elementarmächten des Ätherischen. Während Ahriman mit seinen Mächten einziehen kann in die menschliche Wesenheit, wenn sich der Mensch der Erkenntnis des Geistigen verschließt, kann Luzifer mit den Mächten, die im Ätherischen sind, in den Menschen einziehen, wenn der Mensch die rechte Vertiefung in sein Inneres versäumt. Und so stehen heute die feindlichen Mächte von oben und unten da vor dem Menschen.

Und die Mächte, die in der Wärme leben, die im Wechsel von Sommer und Winter fluten, diese in der flutenden Wärme lebenden Feuergeister, die aber auch in unserem Blute leben, das uns mit Wärme durchpulst, die bilden die Vermittler zwischen dem luziferischen und ahrimanischen Element. Aber gerade so kreist in der äußeren Welt - nur nicht so unregelmäßig, wie es die Meteorologie darstellt, sondern so, wie unser Blutkreislauf ist -, so kreist in der Welt das Wärmeelement auf und ab, die Vermittlung bildend zwischen ahrimanischen und luziferischen Wesenheiten. Und wir stehen darinnen in der Objektivität des Blutkreislaufes, in seinem Wärmewallen und Weben, wir stehen darinnen in dem Wogenden nicht nur dieser Elementargeister, sondern der ganzen elementarischen Welt. Wir kommen nur heraus, wenn wir uns in die geistige Welt mit voller Bewußtheit hineinleben. Wir können uns aber nur da hineinleben, wenn wir nicht davor zurückschrecken, dieser geistigen Welt wirklich unbefangen ins Auge zu schauen."[1]

Lit.:
[1]Rudolf Steiner, Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung, GA 211 (1986), S 206 ff., Wien, 11. Juni 1922

(Literaturangaben folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz Email: verlag@rudolf-steiner.com URL: http://www.rudolf-steiner.com)

Link: http://www.anthroposophie.net   Site Search   Web Search
http://www.anthroposophie.net/lexikon/db.php?id=106letzte Änderung: 2002-09-01

Druckversion dieses Artikels abrufen

Home Suchen Vorträge Veranstaltungen Adressen Bücher Link hinzufügen
Wolfgang Peter, Ketzergasse 261/3, A-2380 Perchtoldsdorf, Tel/Fax: +43-1-86 59 103, Mobil: +43-676-9 414 616 
www.anthroposophie.net        Email: Wolfgang.PETER@anthroposophie.net