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Lexikon Anthroposophie

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Naturkatastrophen
Zusammenhang mit luziferischen und ahrimanischen Kräften

(siehe auch -> Erdbebenkatastrophen, okkulte Hintergründe und Erdinneres, die 9 Schichten des Erdinneren und ihre Beziehung zu Vulkanismus und Erdbeben und zum physischen Leib des Menschen)

"Die übersinnliche Natur, die Natur, die um uns herum ist, sie kann nur derjenige beurteilen, der, mit geistiger Einsicht ausgestattet, seine Blicke nicht so wie die Naturwissenschaft auf das richtet, was innerhalb der strengen Naturgesetze verläuft. Niemals wird sich in dem, was so die Naturwissenschaft erforschen kann, die hinter der Natur stehende übersinnliche Natur zeigen. Diese zeigt sich aber, wenn man seinen geistigen Blick schärft für das, was nicht gesetzmäßig ist, sondern wovon man gewöhnlich sagt: Es unterliegt dem Zufall.

Dem Zufall unterliegt in der Welt, die um uns herum ist, alles das, was sich darstellt im Wetter, in den Unregelmäßigkeiten der Atmosphäre während des Jahreslaufes. Wenn Sie die Einzelheiten, sagen wir, eines Londoner Nebels ins Auge fassen, so werden Sie sie zwar im großen ganzen auf gewisse Regeln zurückführen können, aber nicht im einzelnen. Im einzelnen sagt man bei denjenigen Dingen, die Wind und Wetter bedeuten: Sie unterliegen dem Zufall. - Und wenn Sie auch in den Zeitungen geschrieben finden, was für ein Wetter in der nächsten Zeit sein wird, so werden Sie darauf nicht mit derselben Sicherheit bauen wie darauf, daß die Sonne am nächsten Morgen aufgeht. Naturgesetze sind demnach etwas ganz anderes als das, was in Wind und Wetter sich offenbart, und was in gewisser Beziehung von den Menschen zunächst als Zufall bezeichnet wird in den Naturerscheinungen. Man kann sich eine gewisse prophetische Gabe für Wettererscheinungen aneignen. Die kann man aber nicht auf Naturgesetze bringen; sie ist etwas Inspiriertes oder Intuitives.

Nun, in alledem, was sich so in Wind und Wetter äußert, leben Wesenheiten, die nur deshalb nicht gesehen werden, weil sie keinen Körper haben, der für die Sinne, welche Erdenwesen eigen sind, sichtbar ist. Diese Wesenheiten, die in Wind und Wetter leben, sind aber deshalb doch vorhanden. Sie haben einen Körper, der nur aus Luft und Wärme besteht, der in sich kein Wasser, keine Flüssigkeit und keine feste Erde hat. Sie haben einen Körper, der nur aus Luft und Wärme besteht.

Dieser Körper bildet sich, löst sich auf, macht rasche Verwandlungen durch. Was man sieht in Wolkenbildungen, was man fühlt in Windbildungen, das ist nur ein äußerer Ausdruck davon, das sind mehr die Taten dieser Wesenheiten. Der Körper ist mehr dahinter; aber er ist ein Luft- und Wärmekörper. So daß wir, wenn wir hinausschauen in unsere Atmosphäre, in den Umkreis der Erde, in dem wir als Menschen sind, um uns herum eine Welt von Wesenheiten haben, die Luft- und Wärmewesen sind. Diese Luft- und Wärmewesen sind von derjenigen Art, die ich in meinen Schriften und Vorträgen öfters luziferische Wesen genannt habe.

Diese luziferischen Wesen haben ein ganz besonderes Streben in bezug auf den Menschen. Sie sind, trotzdem sie in dem uns oftmals unangenehmen Wetter leben, Wesenheiten, welche außerordentlich auf das moralische Element in der menschlichen sozialen Ordnung halten. Sie halten so stark auf das moralische Element, daß sie die Ansicht haben, der Mensch sollte gar nicht einen wirklichen physischen Körper haben; mindestens sollte der Mensch nicht einen Leib haben, in dem sich die irdische und die wässerige Natur findet. Sie möchten in ihrer Art den Menschen gestaltet haben, weil sie ihn dann, ohne daß er eine Freiheit darinnen hätte, ganz zu moralischen Wesen machen würden. Er würde gar keine physische Natur haben. Er würde ganz allein ein moralisches Wesen sein. Und diese Wesenheiten kämpfen im Laufe eines Jahres in furchtbarster Art immerfort darum, den Menschen von der Erde loszureißen, ihn in ihre Sphäre hineinzubekommen, ihn erdenfremd und erdenlos zu machen. Diese Wesenheiten sind besonders gefährlich allen schwärmerischen, zu einer nebelhaften Mystik veranlagten Menschen. Diese schwärmerischen, zu einer nebelhaften Mystik veranlagten Menschen verfallen sehr leicht diesen Wesenheiten, welche den Menschen hinwegführen möchten von der Erde, ihm eine Art Engelwesenheit geben möchten, damit er nur ja keinen Versuchungen unterliegt gegenüber dem Unmoralischen.

So sonderbar und paradox es klingt, in diesen Mächten, die sich in Wind und Wetter äußern und die in Wind und Wetter durch den Luftkreis pulsieren, in denen haben wir diejenigen Wesen, die zwar die menschliche Freiheit über alles hassen und die nichts wissen wollen von der menschlichen Freiheit, die die menschliche Freiheit vernichten möchten, die aber die Menschen zu moralischen Automaten machen möchten, zu lauter guten Engelsnaturen. Und sie kämpfen, wenn ich mich eines irdischen Ausdruckes bedienen darf, bis «aufs Messer», um das zu erreichen. Nun haben wir aber diesen Wesenheiten gegenüber, die sozusagen in der Luft ihre Festungen bauen - mißverstehen Sie den Ausdruck nicht, ich sagte, ich muß mich bildlich ausdrücken -, diesen Wesen gegenüber haben wir andere, die ich schon das letzte Mal in einem gewissen Zusammenhange erwähnt habe. Es sind diejenigen Wesen, welche etwas zu tun haben mit dem, was sich im Menschen äußert an Instinkten, an Trieben, an Begierden, an Leidenschaften. Aber diese Wesenheiten sind nicht etwa im Menschen drinnen. Im Menschen drinnen sind nur ihre Wirkungen. Diese Wesenheiten leben unmittelbar auf der Erde, aber so, daß der Mensch sie nicht sehen kann, weil sie niemals einen so geformten Leib bekommen, daß der Mensch sie sehen kann. Sie haben nämlich nur einen Leib, der in dem irdischen und in dem wässerigen Elemente lebt. Und ihre Taten im Erdengeschehen sind Ebbe und Flut, die Vulkanerscheinungen, die erdbebenartigen Erscheinungen. Diese Erscheinungen, denen ja die Naturwissenschaft, wie Sie wissen, auch außerordentlich ratlos gegenübersteht, zeigen dem geistig geschärften Blick als das hinter ihnen Stehende eine Welt von untermenschlichen Wesenheiten. Und diese untermenschlichen Wesenheiten stehen in der Gewalt derjenigen Mächte, die ich in anderem Zusammenhange immer die ahrimanischen Mächte nenne. Und diese ahrimanischen Mächte mit ihren verschiedenen Untergeistern - bis zu den koboldartigen Erscheinungen sind diese Untergeister im irdischen und im wässerigen Elemente der Erde enthalten -, diese ahrimanischen Wesenheiten, die haben sich nun sozusagen eine andere Aufgabe gestellt. Wenn man auf alle diese Wesenheiten hinschaut, so kann man ihnen gar nicht böse sein. Wie sollte man den luziferischen Wesenheiten böse sein? Sie wollen das Allerbeste, nämlich den Menschen zu einem moralischen, selbstverständlichen Wesen machen. Nur würde er niemals unter ihrem Einflüsse ein freies Wesen sein können, sondern ein moralischer Automat. Sie wollen aber das Beste für den Menschen. Die anderen Wesenheiten, die haben sozusagen ihre Festungen unmittelbar unter der Erdoberfläche, aber ihre Wirkungen, die gehen in den menschlichen Stoffwechsel hinauf. Und was Sie sehen als Ebbe und Flut aufsteigen, oder was Sie in vulkanischen oder erdbebenartigen Wirkungen nur seltener sehen, das ist immerfort vorhanden in einem Ebben und in einem Fluten im Stoffwechsel des Menschen. Das sind die ahrimanischen Wirkungen."[1]

Lit.:
[1]Rudolf Steiner, Geistige Zusammenhänge in der Gestaltung des menschlichen Organismus, GA 218 (1992), S 143 ff., London, 16. November 1922

(Literaturangaben folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz Email: verlag@rudolf-steiner.com URL: http://www.rudolf-steiner.com)

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http://www.anthroposophie.net/lexikon/db.php?id=142letzte Änderung: 2002-09-10

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