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Lexikon Anthroposophie

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Schamballa
und das beginnende ätherische Hellsehen nach Ablauf des Kali Yuga

In vielen Vorträgen hat Rudolf Steiner darauf hingewiesen,

"... daß sich noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als natürliche Eigenschaft bei einzelnen Menschen ein ätherisches Hellsehen ausbilden kann. Damit der Mensch nicht weiter herunterzusinken braucht in den Materialismus, was ihm durch ein Zeichen jetzt, 1910, angedeutet wird [gemeint ist die Erscheinung des Halleyschen Kometen], kann heute schon für denjenigen, der Verständnis für Geisteswissenschaft hat, das vor Augen stehen, daß sich im Schöße der menschlichen Seele die Kräfte entwickeln, die den Menschen über allen Materialismus hinüberführen können. Wenn der Mensch diese Kräfte versteht, werden sie ihn lehren können, selber die ätherische Natur des Christus zu sehen. Wir leben an einem wichtigen Kreuzungspunkt, wo selbst durch Zeichen vom Himmel dem Menschen gelehrt wird, daß der Weg nach der einen Seite noch weiter in den materialistischen Sumpf gehen kann, nach der anderen Seite jedoch dahin, wo sich die Kräfte beim Menschen entwickeln müssen, die nach dem Ablauf des Kali Yuga zum ätherischen Hellsehen führen. Es steht wahrhaftig so mit uns, daß der Ruf Johannes des Täufers: Ändert die Seelenverfassung! - auch für unsere Zeit gilt. Das kann durchaus betont werden. Wie uns auf der einen Seite die Möglichkeit gegeben ist, in dem materialistischen Sumpf zu verkommen, ist uns auf der anderen Seite die Möglichkeit gegeben dadurch, daß die Sonne im Frühlingspunkt einen gewissen Punkt im Sternbild der Fische erreicht, das zu gewinnen, was ein gewisses ätherisches Hellsehen ist. Auch für den spirituellen Aufstieg sind die Zeichen im Kosmos da, die uns anzeigen, wie die Kräfte aus dem Kosmos kommen. Der Mensch muß dadurch, daß er sich in die Geisteswissenschaft hineinfindet, sich ein Verständnis aneignen für diese Entscheidung. Und erst der versteht Geisteswissenschaft recht, der sich für diese Entscheidung das Verständnis aneignet. Hindurchschreiten müssen wir durch die Prüfung, die uns auferlegt wird durch Zeichen des Himmels, und die wir jetzt erkannt haben zum Beispiel in dem Erscheinen des Halleyschen Kometen.

Stellen wir uns nun die Christus-Erscheinung vor, wie sie für die ersten Vorzügler in den nächsten 2500 Jahren auftreten wird, wie es für den Paulus vor Damaskus der Fall war. Der Mensch wird aufsteigen zur Erkenntnis der spirituellen Welt, wird durchsetzt sehen die physische Welt mit einem neuen Lande, mit einem neuen Reich. Verändert wird in den nächsten 2500 Jahren der Anblick der physischen Umgebung für den Menschen sein, indem hineintreten wird für ihn ein ätherisches Gebiet, das da ist, das aber der Mensch erst wird sehen lernen müssen. Dieses ätherische Gebiet liegt jetzt schon vor demjenigen ausgebreitet, der seine esoterische Schulung bis zur Erleuchtung gebracht hat, auch vor dem Eingeweihten des Kali Yuga. So ist das, was in Zukunft die Menschen immer mehr und mehr sehen werden, für den Eingeweihten bis in hohe Höhen hinauf da. Und der Eingeweihte holt sich immer wieder nach einer bestimmten Zeit, wenn er es braucht, Kräfte aus diesem Gebiet. Er holt sich seine Kräfte, wenn er etwas auszuführen hat, aus jenem Gebiete des für den Eingeweihten sichtbaren Erdenkreises, der da ist, aber nur für den Menschen, der hineinschauen kann. Das kann uns ein Verständnis dafür geben, daß wir wissen, daß ein Teil jenes Landes, aus dem der Eingeweihte immer wieder während des Kali Yuga seine Kräfte geschöpft hat, für einen großen Teil der Menschheit während der nächsten 2500 Jahre ausgebreitet sein wird.

Früher, in den Zeiten eines uralten Hellsehens, konnte der Mensch ohne das starke Ich-Bewußtsein hineinschauen in die geistige Welt, so daß er damals schon in gewisser Weise das gesehen hat, was er jetzt wieder sehen wird, aber jetzt so, daß er hineintreten wird mit seinem neuen Selbstbewußtsein. Damals sah er es in traumhaft ekstatischen Zuständen, oder beim Hineinschauen in die eigene Seele. Damals war diese Welt vorhanden vor dem Blick, der während des Kali Yuga nur ein physischer Blick geworden ist. Daher erzählen uns die Traditionen, welche sich ein Andenken an das alte Hellsehen bewahrt haben, von einem unbekannten Märchenlande, das dem Blick des heutigen Menschen entschwunden ist. Und es gibt in der morgenländischen Literatur wunderbare Schriften mit einem eigenartigen tragischen Zauber in ihrem Inhalt, der etwa sagt: Es hat einmal im Menschenreich die Möglichkeit gegeben, hinzupilgern zu einem Lande, wo herausgeflossen ist alles Geistige in ein physisch Sinnliches. Es ist das Land, aus dem in entsprechenden Zeiten die Eingeweihten, und aus dem die Bodhisattvas immer wieder ihre Kraft schöpfen. Mit tiefer Wehmut wird von diesem Lande in den orientalischen Schriften gesprochen, wo es in einigen etwa heißt: Wo ist es? Es wird uns gesagt, wie die Orte heißen, Wege werden genannt, aber selbst vor den angesehensten Lamas des tibetanischen Gebietes hat es sich verborgen. Nur den Eingeweihten ist es zugänglich! Aber es wird davon erzählt, daß dieses Land wieder zur Erde kommen werde. Und das ist wahr: Es wird zur Erde kommen! Und der Führer dazu wird derjenige sein, den die Menschen sehen werden, wenn sie durch das Ereignis von Damaskus hineingelangen werden in das Land «Schamballa». Schamballa, so heißt das Land, hat sich zurückgezogen vor dem Blick der Menschen. Es ist heute nur zu betreten für die, welche sich als Eingeweihte nach bestimmten Zeiten ihre Kräftigung von dort zu holen haben. Die alten Kräfte führen nicht mehr in das Land Schamballa. Daher sprechen die orientalischen Schriften mit so tragischer Wehmut von dem untergegangenen Lande Schamballa. Aber es wird das Christus-Ereignis, das durch die erwachten neuen Fähigkeiten in diesem Jahrhundert den Menschen beschert sein wird, wiederbringen das Märchenland Schamballa, das während des Kali Yuga im Grunde nur der Eingeweihte kennen konnte.

So also steht die Menschheit vor der Entscheidung: Entweder mit dem, was durch den Halleyschen Kometen kommt, heruntergeführt zu werden in eine Finsternis, die noch unter dem Kali Yuga liegt, oder durch anthroposophisches Verständnis nicht zu übersehen dasjenige, was veranlagt ist an neuen Fähigkeiten, um die Wege zu finden nach dem Lande, das heute gemäß der orientalischen Literatur verschwunden ist, das aber der Christus der Menschheit wieder zeigen wird: nach dem Lande Schamballa. Das ist der große Punkt am Scheidewege: Entweder hinunter oder hinauf; entweder in etwas, was als ein Welten-Kamaloka noch unter dem Kali Yuga liegt, oder in das, was dem Menschen möglich macht jenes Gebiet zu betreten, was in Wahrheit gemeint ist mit der Bezeichnung Schamballa."[1]

Lit.:
[1]Rudolf Steiner, Der Christus-Impuls und die Entwickelung des Ich-Bewusstseins, GA 116 (1982), S 119 ff., Fünfter Vortrag, Berlin, 9. März 1910

(Literaturangaben folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz Email: verlag@rudolf-steiner.com URL: http://www.rudolf-steiner.com)

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http://www.anthroposophie.net/lexikon/db.php?id=158letzte Änderung: 2002-10-07

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