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Lexikon Anthroposophie

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Physischer Leib
Die Formgestalt des Menschen

Das unterste und zugleich entwicklungsgeschichtlich älteste Wesensglied des Menschen. Die erste Anlage der physischen Menschenleiber wurde bereits auf der planetarischen Entwicklungsstufe des alten Saturns in Form in sich differenzierter Wärmeleiber geschaffen, wobei jeder dieser Wärmeleiber ein spezifisches verkleinertes Abbild des gesamten alten kosmischen Saturnlebens darstellte. Der anfangs einheitliche Wärmekörper des alten Saturns hatte sich dadurch in viele einzelne kleine Wärmekörper gegliedert, so dass der alte Saturn ab einem gewissen Zeitpunkt ausschließlich aus lauter physischen Menschenleibern zusammengesetzt war. Die ersten Anlagen zum späteren Tierreich, Pflanzenreich und Mineralreich waren damals noch nicht geschaffen. Rudolf Steiner gebraucht für diesen Zustand häufig das vergleichsweise Bild einer Brombeere, wo sich die eine Beere aus vielen einzelnen kleinen Beerchen zusammensetzt.

Auf jeder folgenden planetaren Entwicklungsstufe wurden dem physischen Leib weitere Elemente eingegliedert: Auf der alten Sonne das Luftelement, auf dem alten Mond das Wasserelement, und schließlich während unserer gegenwärtigen Erdentwicklung das Erdelement. Aufgrund seines hohen entwicklungsgeschichtlichen Alters ist der physische Leib des Menschen vergleichsweise viel ausgereifter als seine anderen Wesensglieder.

Wie bei allem Physischen muss auch beim physischen Leib des Menschen zwischen Stoff und Form unterschieden werden. Diese sind zwar während des irdischen Lebens des Menschen untrennbar miteinander verbunden - denn nirgendwo auf Erden finden wir einen Stoff ohne jegliche Form, noch eine freischwebende Form ohne jeglichen Stoff - , doch kommen dem Stoff und der Form dabei eine sehr unterschiedliche geistige Bedeutung zu. Aus geistiger Sicht stellt sich der physische Leib als Träger der menschlichen Formgestalt dar, die von Rudolf Steiner auch oft als Phantom des physischen Leibes bezeichnet wird. Diese Formgestalt kann, trotz ihres physischen Charakters, nur übersinnlich erfahren werden. Erst dadurch, dass sich der Mensch immer stärker in das irdische Dasein verstrickt hat, wurde diese Formgestalt nach und nach mit Erdenstoffen erfüllt und dadurch für sinnliche Augen sichtbar. Die ursprüngliche, rein geistig bestimmte menschliche Formgestalt wurde dadurch korrumpiert und teilweise zum Abbild der irdisch-sinnlichen Begierden verzerrt. Aus der anfangs unverweslichen, weil nicht stofferfüllten Menschengestalt wurde so allmählich der verwesliche irdische Körper. Mit dem Kreuzestod des Christus auf Golgatha und der folgenden leiblichen Auferstehung wurde der entscheidende Impuls gesetzt, der diese Entwicklung künftig wieder umkehren kann. Vergleiche dazu auch -> Phantom, Die Formgestalt des physischen Leibes.

Wie alle Wesensglieder, so beeinflußt die okkulte Entwicklung auch den physischen Leib -> Physischer Leib, seine Veränderung durch die okkulte Entwicklung.

(Literaturangaben folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz Email: verlag@rudolf-steiner.com URL: http://www.rudolf-steiner.com)

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http://www.anthroposophie.net/lexikon/db.php?id=17letzte Änderung: 2002-11-08

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