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Lexikon Anthroposophie

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Kleiner Hüter der Schwelle

(siehe auch -> Hüter der Schwelle und -> Großer Hüter der Schwelle)

Wenn wir unser eigenes Wesen, den Mikrosomos, ergründen wollen, tritt uns der kleine Hüter der Schwelle entgegen. Wir werden uns dieser Begegnung, die wir jeden Tag haben, wenn wir aus dem Schlaf erwachen, zunächst nicht bewusst. Die Wirkung davon aber zeigt sich in unserem gewohnten Tagesbewusstsein. Da erleben wir in unserem Inneren zwar Geistiges und Seelisches, nämlich die Gedanken, Erinnerungen, Gefühle, Willensimpulse usw. Aber diese zeigen uns nicht unser wahres geistiges Wesen, sondern verhüllen es so, dass wir unserem eigenen Wesen nicht unvorbereitet gegenübertreten können.

"Wenn der Mensch eine Weile unter entsprechender Anleitung diese Schritte auf dem okkulten Pfade macht, wird ihm vieles sichtbar, fühlbar, erlebbar, was ihm sonst entgangen wäre. Sie dürfen nicht glauben, daß die Gefahren, die einem begegnen, sonst im Leben nicht da sind. Aber man sieht sie nicht vorher, man geht durch das Leben, aber man sieht sie nicht. Man lernt eben erst sehen, was in der geistigen Welt um uns ist, wenn man eindringen kann in die höheren Gebiete. Dasjenige zum Beispiel, was auf einer höheren Stufe der Mensch finden muß und immer finden wird, und was er ertragen muß, worauf er sich vorbereiten muß, das ist der Hüter der Schwelle. Die Menschen machen sich von ihm zumeist recht sonderbare Vorstellungen.

Was ist dieser Hüter der Schwelle? - Wir wollen heute einmal sozusagen mit Überspringen von mancherlei anderen Dingen und Erlebnissen auf dieses Erlebnis aufmerksam machen. Sie müssen sich klarsein, was der Mensch in der Regel während seines ganzen Lebens tut. Nehmen wir, in seinem wirklichen Sinne, das Kamalokaleben, das Leben nach dem Tode, wo der Mensch sozusagen noch einen gewissen Hang hat zum physisch-sinnlichen Dasein, und vergleichen wir dieses Leben mit dem, was vorgeht unmittelbar bevor das Kamalokaleben beginnt. Ein großes Erinnerungstableau tritt vor die Seele dessen, der eben den physischen Leib verlassen hat. Dann beginnt das Kamalokaleben.

Dieses ist sehr eigenartig. Zunächst hat es die Eigenart, daß der Mensch zurückerlebt. In der Tat lebt er sein ganzes voriges Leben rückwärts, indem er durchlebt die Ereignisse, die seinem Tod vorangegangen sind bis zu seiner Geburt. Man lebt so alle Ereignisse zurück und ist damit fertig, wenn man bei seiner Geburt angekommen ist. Man kommt an jede Stelle, die man durchgemacht hat. Sagen wir, Sie seien sechzig Jahre alt geworden, und im vierzigsten Jahr haben Sie jemand eine Ohrfeige gegeben. Wenn Sie an diesen Erinnerungspunkt im Rückwärtserleben kommen, werden Sie zu diesem Menschen hingezogen, und es wird Ihnen sozusagen eine Marke eingeprägt, die etwas Merkwürdiges ist: Sie empfinden den Schmerz, den Sie verursacht haben. Während Ihres Lebens haben Sie vielleicht Rachegefühle geleitet; jetzt empfinden Sie das, was der empfunden hat, an dem Sie sich gerächt haben oder rächen wollten. Sie erleben im Rückwärtserleben, was Sie an Empfindungen und Gefühlen ausgestreut haben. Alles, was Sie da erleben, bietet Ihnen eine Menge dessen, was Ihre Fortentwickelung in der Menschheitsgeschichte hemmt. Und ohne diese eingelagerte Marke des Schmerzes würden Sie leichter vorwärtskommen, denn diese Hemmungsmarke bleibt Ihnen als eine Kraft. Und indem Sie im Kamaloka die Kräfte rückläufig aufnehmen, werden Sie im kommenden Leben wieder durch Karma dahin geführt, die Kräfte zu verwenden zum Tilgen der Schuld, zum Gutmachen, zum Ausgleich. So beginnt dort die Sehnsucht, wieder gutzumachen, was Sie gefehlt haben, und Sie werden hingezogen dazu, wenn der Mensch wieder mit Ihnen lebt, die Sache gutzumachen. So lebt sich Karma aus...

Nun müssen Sie aber nicht denken, daß das Karma etwa so verläuft, daß wir alles dasjenige, was wir in einer früheren Verkörperung verursacht haben, gleich in der nächsten abzahlen können. So einfach ist das nicht. Man muß manchmal viele, viele Verkörperungen durchmachen. Wenn Sie in irgendeinem Momente zurückblicken und alles sehen könnten, was in Ihrem Astralleibe an Marken da ist, die ausgeglichen werden müssen, bevor Sie Ihren Aufstieg in gewisse Höhen des Okkulten machen können, würden Sie Ihr ganzes Schuldkonto sehen.

Dieses nun tritt dem Schüler entgegen und muß ihm entgegentreten in einer sinnbildlichen und greifbaren Gestalt - dasjenige, was wir noch abzutragen haben, was uns noch hemmt: das unausgetragene Karma. Das ist der Hüter der Schwelle.

Es kann uns auch in ganz abnormer Weise entgegentreten. Es ist mir ein Fall bekannt, wo jemand am Ende des 18. Jahrhunderts verkörpert und dazumal mit einer ganz außerordentlichen Gier nach gewissen Taten auf dem physischen Plan behaftet war, so daß er nach dem Tode ein merkwürdiges Schicksal durchzumachen hatte. Er starb; nach sehr langer Zeit verließ er den letzten Rest des astralischen Leibes. - Gewöhnlich fällt der astralische Leib nach Verlauf eines Drittels der verlebten Erdenzeit ab und bleibt als astralischer Leichnam zurück, bis er vergeht. Solche astralische Leichname umschwirren uns beständig und üben einen schlechten Einfluß auf die Menschen aus. - Er konnte auch nicht lange bleiben in der geistigen Welt, sondern bekam früh den Drang, wieder in das Physische hinabzugehen. Nun ist ihm das Unheil passiert, das allerdings sehr selten eintreten kann. Es kann nämlich der Fall eintreten, wenn der Mensch in das physische Dasein zurückkehrt, daß er seinen astralischen Leichnam noch vorfindet. Das ist dann sehr schlimm für ihn, denn dann wird sein jetziger astralischer Leib von dem früheren astralischen Leibe gleichsam durchtränkt, was ein furchtbares Schicksal ist. Er hat ihn dann beständig neben sich als Doppelgänger und dies ist die abnormale Art des Hüters der Schwelle. Das kann in besonderen Ausnahmefällen vorkommen.

Bei dem aber, der auf dem Wege der okkulten Entwickelung ist, ist es notwendig, daß er in einem bestimmten Zeitpunkt seinen gewöhnlichen astralischen Leib sieht mit allen Marken seines unausgelichenen Karmas, und er muß durch Mittel, die man dazu hat, sein unausgetragenes Karma auszugleichen suchen. Dies ist die wahre Begegnung mit dem Hüter der Schwelle. Es soll dies alles nicht gesagt sein, um gruseln zu machen, sondern um Ihnen einen Begriff zu geben, was man im wahren Sinne des Wortes Selbsterkenntnis nennt. Diese ist zweifach: Erstens ist es die Erkenntnis dessen, was das wahre Selbst auszutragen hat. Zweitens ist es die Erkenntnis des höheren Selbstes. Aber da ist Erkenntnis etwas ganz anderes. Sie können in der Bibel lesen: Adam erkannte sein Weib. - Das ist ein Ausdruck für die Befruchtung. Erkenne dich selbst, heißt: befruchte dich mit der Weisheit in dir, betrachte die Seele als weibliches Organ und befruchte dich. Willst du die Selbsterkenntnis haben, so suche in dir, dort wirst du erkennen alle deine Fehler; willst du dein höheres Selbst erkennen, dann suche außerhalb von dir, denn da ist Welterkenntnis Selbsterkenntnis. In der Sonne ist alles, denn alles ist Sonne. Wir müssen von uns loskommen. Man sagt mir: Du erzählst uns von der Entwickelung und dergleichen; wir aber wollen Erhebung der Seele, der Gefühle. Der so spricht, ist sich selbst feind. Nicht dadurch, daß wir in uns hineingaffen, sondern dadurch, daß wir die Welt in allen Stücken, Stück für Stück, kennenlernen, werden wir selbstlos und können wir die Selbst- und Gotteserkenntnis finden."[1]

Damit ist aber bereits auf den großen Hüter der Schwelle hingewiesen, der hier nicht weiter besprochen werden soll. Die groteske astrale Gestalt, in der sich der kleine Hüter der Schwelle dem geistig erwachten Bewusstsein zeigt, und in der alle Unvollkommenheiten unserer niederen Natur sichtbar werden, gleicht in vieler Hinsicht jener noch unentwickelten Menschengestalt, die wir selbst in der lemurischen Zeit (siehe -> Weltentwicklungsstufen) hatten. Diese Menschengestalt war damals noch ganz vom alten Mondendasein (siehe -> Planetarische Weltentwicklungsstufen, Planetenzustände, okkulte Planeten) geprägt:

"Schon auf dem Monde hatte der Mensch ein wenig die Fähigkeit gehabt, die beiden vorderen Gliedmaßen als Greiforgane zu benutzen, so daß jetzt eine Zeit des Aufrichtens kam. Die anderen lebenden Kameraden der Menschen waren zur lemurischen Zeit reptilienartige Tiere von grotesken Formen, die keine Spuren zurückgelassen haben. Ichthyosaurier und so weiter sind Abkömmlinge von jenen Tieren. Tatsächlich war damals die Erde mit Wesen bevölkert, die einen reptilienartigen Charakter hatten; auch die Menschenleiber hatten damals einen reptilienartigen Charakter. Indem sich nun das damals reptilienartige menschliche Wesen aufrichtete, wurde eine nach vorn ganz offene Kopfbildung sichtbar, aus der eine feurige Wolke hervorquoll. Das hat Veranlassung gegeben zu der Erzählung vom Lindwurm, von dem Drachen. Das ist die groteske Bildung, die damals der Mensch selbst war, ein reptilienartiges Gebilde. Der Hüter der Schwelle, die niedere Natur des Menschen, erscheint gewöhnlich auch in einer derartigen Gestalt. Es ist die niedere Natur mit der offenen Kopfbildung. Dazumal trat nun die Ehe ein zwischen diesen Bildungen auf der Erde und dem vorher beschriebenen anderen Wesen. Der Astralleib mit der Kopfform verband sich mit dem lindwurmartigen Körper mit der feurigen Öffnung. Es war die Befruchtung der mütterlichen Erde mit dem väterlichen Geist."[2]

Mit den letzten Sätzen weist Rudolf Steiner auf die höhere geistige Natur des Menschen hin, die sich damals erst in die drei unteren -> Wesensglieder herabzusenken begonnen hatte. Das hier beschriebene Bild des kleinen Hüters kann sich im Zuge der geistigen Entwicklung weiter differenzieren und metamorphosieren - er wird gleichsam transparent und eröffnet den geistigen Blick für die von bisher verborgen gehaltene geistige Wirklichkeit. Es wandelt sich dann die Erscheinung des Hüters etwa zum Bild des Viergetiers bzw. Dreigetiers (Sphinx) bzw. zur Imagination der vier apokalyptischen Tiere [Off 4 und 5], oder zur Imagination des Kentauren. Auch die apokalyptischen Reiter [Off 6] fallen in diese Kategorie. Weiter kann dann der geistige Blick dringen bis zur -> Paradieses-Imagination und zur -> Grals-Imagination.

Was also ist der kleine Hüter der Schwelle?

"Im normalen Verlauf des Lebens stellt sich aber zwischen das, was man als Mystiker erleben kann im Innern, und das, was man in der äußeren Welt erlebt, der Empfindungsleib [= Astralleib] des Menschen hinein und behütet den Menschen davor, daß er unvorbereitet in sein Inneres hineinsteigt und sozusagen vor Schamgefühl verbrennen würde. Was es ist, das den Menschen davor behütet, unvorbereitet in sein Inneres hineinzusteigen, kann er natürlich im normalen Verlauf des Lebens nicht erfahren, denn da dringt er schon an die Grenze der geistigen Welt. Diese Grenze muß der Geistesforscher, der das menschliche Innere erforschen will, allerdings überschreiten. Der Geistesforscher muß also hindurchschreiten durch den Strom, der das gewöhnliche, normale menschliche Bewußtsein ablenkt von dem Inneren auf das Äußere. Dieses gewöhnliche, normale menschliche Bewußtsein wird behütet, in einem unreifen Zustand hineinzugelangen in das menschliche Innere, wird behütet davor, im Feuer der eigenen Scham zu verbrennen. Die Macht, welche da den Menschen jeden Morgen beim Aufwachen behütet, hineinzusteigen in das eigene Innere, kann der Mensch nicht sehen. Es ist die erste geistige Wesenheit, welcher der echte, wirkliche Geistesforscher auf dem Wege, der in sein Inneres führt, begegnet. Er muß vorbeikommen an jener Wesenheit, welche im normalen Bewußtsein ihn behütet vor dem innerlichen Verbrennen, vor dem innerlichen Brande. Er muß vorbeikommen an derjenigen Wesenheit, die ablenkt sein Nach-innen-Schauen auf die Außenwelt, auf den äußeren Sinnesteppich. Die Wirkung dieser Wesenheit verspürt das normale Bewußtsein. Sehen kann der Mensch sie nicht, denn es ist schon die erste geistige Wesenheit, an der wir vorbeikommen müssen, wenn wir in die geistige Welt eindringen wollen. Und diese geistige Wesenheit, welche jeden Morgen beim Menschen steht und ihn davor behütet, in unreifem Zustand sein eigenes Innere geistig zu schauen, nennen wir in der Geisteswissenschaft den kleinen Hüter der Schwelle. An diesem kleinen Hüter der Schwelle vorbei führt der Weg in die geistige Welt hinein."[3]

Der Astralleib ist uns, wie schon der Name sagt, vom Makrokosmos verliehen und war ursprpünglich der vollkommene Ausdruck der kosmischen Weltenharmonie. Jede Nacht, wenn wir schlafen, wird uns dieses kosmische Gnadengeschenk bis zu einem gewissen Grad erneuert. Im Wachleben arbeiten wir dann durch unser Ich am Astralleib, um uns diese Gabe der geistigen Welt zueigen und zum Ausdruck unseres individuellen Wesens zu machen. Diese Arbeit spiegelt sich in den Seelenkräften von Denken, Fühlen und Wollen wider. Aber diese Tätigkeit des Ichs, das selbst erst am Anfang seiner Entwicklung steht und leicht den Versuchermächten verfällt, ist noch sehr unvollkommen. Dadurch wird die anfangs reine Gestalt des Astralleibes verzerrt. Wenn wir in rechter Weise eine geistige Entwicklung anstreben, so müssen uns zwei Gefühle beseelen: Eine ungeheure Dankbarkeit für die kosmische Gabe, die uns zuteil geworden ist, und die eherne Verpflichtung, dass wir uns durch unser unermüdliches Streben dieser Gabe würdig erweisen:

"Der echte, wahre Mystiker kennt dieses Dankgefühl, mit dem er hinblickt auf die große Welt und sich sagt: Was wärest du, wenn nicht diese Wesen, die vor dir waren, nicht alles getan hätten, um zu dieser Höhe emporzusteigen, die es möglich macht, dir jede Nacht zu geben, was du brauchst, und es einströmen zu lassen in deine Leiblichkeit? - Wer dieses Gefühl des Dankes gegenüber dem Makrokosmos nicht im tiefsten Grunde des Herzens empfunden hat, der ist kein wahrer Mystiker.

Und an dieses Gefühl des Dankes schließt sich ein anderes Gefühl an, ein Gefühl, das zu charakterisieren ist mit folgenden Worten: Wenn wir heute am Anfange stehen, wie jene Wesen einstmals am Anfange gestanden haben, müssen wir da nicht an uns arbeiten, damit wir unser Ziel im Weitendasein erreichen, müssen wir da nicht alles tun, um aus unserem kleinen Denken, Fühlen und Wollen herauszukommen, damit wir dereinst nicht bloß zu nehmen brauchen, sondern auch geben können, damit wir in ähnlicher Weise etwas ausgießen, ausströmen lassen können, wie sich etwas in uns ergießt, wenn wir im Schlafzustande dem Makrokosmos hingegeben sind? - Dieses Gefühl gestaltet sich zu einer Riesenverpflichtung für die Entwickelung unserer Seele...

Das sind zwei Gefühle und Impulse, die unsere Seele durchströmen, wenn wir an dem Hüter der Schwelle vorbeiziehen. Und diese zwei Gefühle machen dann das aus, was es uns möglich macht, den astralischen Leib des Menschen wirklich in seiner Wesenhaftigkeit zu erkennen...

Solange man es nur als Dankgefühl und als Pflichtgefühl erlebt, hat man das Gefühl: Es fehlt dir etwas, es fesselt dich noch etwas an das Dasein der Vergänglichkeit, es gibt noch Grund, daß das Weltenwerden über dich hinwegschreitet. - Wenn man das fühlt, dann hat man es in seinem astralischen Leib erlebt. Aber wenn man Dank- und Pflichtgefühl immer wieder und wiederum fühlt, dann verwandelt es sich schließlich in eine ganz bestimmte Anschauung, die jetzt ein inneres Erlebnis wird, das dadurch entsteht, daß wir so viel innere Kraft gesammelt haben durch unser mystisches Denken, Fühlen und Wollen, daß unser astralisches Erleben sich spiegelt an unserem Äther- oder Lebensleib und uns zurückgeworfen wird. Da haben wir jetzt wie eine äußere Wirklichkeit unser eigenes Gegenbild vor uns, das gleichsam von einem Hintergrund sich abhebt. Der Hintergrund zeigt uns, wie die äußeren Weltenmächte, in die wir ausgegossen sind während des Schlafes, Licht und Kraft hineinarbeiten in unsere Hüllen. Von diesem Hintergrund hebt sich ab, was wir selber aus uns gemacht haben. Wie uns sonst in der äußeren Wirklichkeit Tiere, Pflanzen, Mineralien entgegentreten, so tritt uns jetzt unser eigenes Selbst in einer realen Gestalt entgegen. Es wird uns unser Inneres anschaulich in der Außenwelt. Vorher ist unser Blick, als wir untertauchten m die äußeren Hüllen, abgelenkt worden auf die Außenwelt. Die äußeren Eindrücke der Sinneswelt flössen auf uns ein, damit wir nicht sehen konnten, was wir aber jetzt sehen sollen und müssen, wenn wir uns entschließen, an dem Fortschritt der Menschheitsentwickelung mitzuarbeiten. Ganz ähnlich wie wir sonst die Außenwelt sehen, sehen wir jetzt unser eigenes Innere. Es ist gleichsam abgemalt auf einem Hintergrund. Alles dasjenige, was uns an die Erde fesselt, was uns mit dem Vergänglichen verbindet, so daß wir es selber als Vergängliches zurücklassen müssen, das zeigt sich uns da in einem ganz bestimmten Bilde, in dem Bilde eines verzerrten Stieres. Wir können dieses Bild, das da das astralische Anschauen hat, mit nichts anderem vergleichen als mit dem Bilde eines verzerrten, uns hinunterziehenden Stieres. Alles dasjenige, was sonst Einklang schafft zwischen unserem Willen und unserem Fühlen in unserer Seele, zeigt sich uns in bezug auf Unterlassungssünden in dem Bilde eines verzerrten Löwen. Und alles dasjenige, was über uns hinwegschreitet, wenn wir Unterlassungssünden in unserem Denken haben, das zeigt sich uns in dem Bilde eines verzerrten Adlers. Diese drei Bilder sind durchsetzt mit unserem eigenen verzerrten Ebenbild. Da zeigt sich im Bilde, was wir aus uns gemacht haben und was wir auszubessern haben in der Zukunft, damit wir hinzufügen dem Weltenwerden alles dasjenige, was notwendig ist. Drei Zerrbilder von Tieren und ein Zerrbild von uns selber. Aus der Art, wie diese Bilder miteinander im Verhältnis stehen, ergibt sich das Maß dessen, was wir noch an uns zu arbeiten haben.

So ist unser Denken, Fühlen und Wollen, wenn wir an dem kleinen Hüter der Schwelle vorbeigehen, in drei Zerrbilder gespalten. Da haben wir wahre Selbsterkenntnis, denn was wir geworden sind, steht in Bildlichkeit vor uns. Es ist eine Selbsterkenntnis, die anspornend ist für unser ganzes zukünftiges Leben. Vor dieser Selbsterkenntnis könnte man leicht zurückschrecken. Man wird aber nur dann zurückschrecken, wenn man glaubt, daß dasjenige, was man nicht sieht, nicht da ist. Es kann ja solche Menschen geben. Sie gleichen einem Menschen, der vor einem herunterfallenden Ziegelstein die Augen zumacht, anstatt ihm auszuweichen. Dadurch, daß der Mensch den Anblick nicht hat, ändert sich nichts an der Sache; höchstens daß der Mensch diesen Zerstörer, weil er ihn nicht gewahr wird, wirklich seinen Zerstörer sein läßt. Das wollen diese Menschen nicht sehen. Die einzige Hilfe, auf diesem Punkte weiterzukommen, ist Selbsterkenntnis. Bisher haben die Weltenkräfte ausgereicht, um die äußerste Verzerrung unseres Menschenbildes hintanzuhalten. In der Zukunft reichen diese Kräfte nicht mehr aus. Wir selbst müssen an uns arbeiten. Wir selbst sind der Hüter der Schwelle. Wir selbst im Zerrbilde erscheinen uns als der kleine Hüter der Schwelle. Wir selbst sind es, welche verhindern, daß wir in uns hineinsteigen können. Einzig und allein diese Erkenntnis macht es möglich, daß in der Zukunft, wo uns nicht mehr die nötige Kraft von oben zufließen wird, die Menschheit nicht erlahmt in ihren Kräften, nicht immer schwächer und schwächer wird, das heißt, ihre Mission auf der Erde nicht erfüllt."[4]

Wie die Begegnung mit dem kleinen Hüter der Schwelle konkret erlebt wird, hat Rudolf Steiner sehr eindringlich beschrieben:

"Der «kleinere Hüter der Schwelle» ist ein selbständiges Wesen. Dieses ist für den Menschen nicht vorhanden, bevor die entsprechende Entwickelungsstufe von ihm erreicht ist. Nur einige der wesentlichsten Eigentümlichkeiten desselben können hier verzeichnet werden.

Es soll zunächst versucht werden, in erzählender Form die Begegnung des Geheimschülers mit dem Hüter der Schwelle darzustellen. Erst durch diese Begegnung wird der Schüler gewahr, daß Denken, Fühlen und Wollen bei ihm sich aus ihrer ihnen eingepflanzten Verbindung gelöst haben.

Ein allerdings schreckliches, gespenstisches Wesen steht vor dem Schüler. Dieser hat alle Geistesgegenwart und alles Vertrauen in die Sicherheit seines Erkenntnisweges notwendig, die er sich während seiner bisherigen Geheimschülerschaft aber hinlänglich aneignen konnte.

Der «Hüter» gibt seine Bedeutung etwa in folgenden Worten kund: «Über dir walteten bisher Mächte, welche dir unsichtbar waren. Sie bewirkten, daß während deiner bisherigen Lebensläufe jede deiner guten Taten ihren Lohn und jede deiner üblen Handlungen ihre schlimmen Folgen hatten. Durch ihren Einfluß baute sich dein Charakter aus deinen Lebenserfahrungen und aus deinen Gedanken auf. Sie verursachten dein Schicksal. Sie bestimmten das Maß von Lust und Schmerz, das dir in einer deiner Verkörperungen zugemessen war, nach deinem Verhalten in früheren Verkörperungen. Sie herrschten über dir in Form des allumfassenden Karmagesetzes. Diese Mächte werden nun einen Teil ihrer Zügel von dir loslösen. Und etwas von der Arbeit, die sie an dir getan haben, mußt du nun selbst tun. Dich traf bisher mancher schwere Schicksalsschlag. Du wußtest nicht warum? Es war die Folge einer schädlichen Tat in einem deiner vorhergehenden Lebensläufe. Du fandest Glück und Freude und nahmest sie hin. Auch sie waren die Wirkung früherer Taten. Du hast in deinem Charakter manche schöne Seiten, manche häßliche Flecken. Du hast beides selbst verursacht durch vorhergehende Erlebnisse und Gedanken. Du hast bisher die letzteren nicht gekannt; nur die Wirkungen waren dir offenbar. Sie aber, die karmischen Mächte, sahen alle deine vormaligen Lebenstaten, deine verborgensten Gedanken und Gefühle. Und sie haben danach bestimmt, wie du jetzt bist und wie du jetzt lebst.

Nun aber sollen dir selbst offenbar werden alle die guten und alle die schlimmen Seiten deiner vergangenen Lebensläufe. Sie waren bis jetzt in deine eigene Wesenheit hineinverwoben, sie waren in dir, und du konntest sie nicht sehen, wie du physisch dein eigenes Gehirn nicht sehen kannst. Jetzt aber lösen sie sich von dir los, sie treten aus deiner Persönlichkeit heraus. Sie nehmen eine selbständige Gestalt an, die du sehen kannst, wie du die Steine und Pflanzen der Außenwelt siehst. Und – ich bin es selbst, die Wesenheit, die sich einen Leib gebildet hat aus deinen edlen und deinen üblen Verrichtungen. Meine gespenstige Gestalt ist aus dem Kontobuche deines eigenen Lebens gewoben. Unsichtbar hast du mich bisher in dir selbst getragen. Aber es war wohltätig für dich, daß es so war. Denn die Weisheit deines dir verborgenen Geschickes hat deshalb auch bisher an der Auslöschung der häßlichen Flecken in meiner Gestalt in dir gearbeitet. Jetzt, da ich aus dir herausgetreten bin, ist auch diese verborgene Weisheit von dir gewichen. Sie wird sich fernerhin nicht mehr um dich kümmern. Sie wird die Arbeit dann nur in deine eigenen Hände legen. Ich muß zu einer in sich vollkommenen, herrlichen Wesenheit werden, wenn ich nicht dem Verderben anheimfallen soll. Und geschähe das letztere, so würde ich auch dich selbst mit mir hinabziehen in eine dunkle, verderbte Welt. – Deine eigene Weisheit muß nun, wenn das letztere verhindert werden soll, so groß sein, daß sie die Aufgabe jener von dir gewichenen verborgenen Weisheit übernehmen kann. – Ich werde, wenn du meine Schwelle überschritten hast, keinen Augenblick mehr als dir sichtbare Gestalt von deiner Seite weichen. Und wenn du fortan Unrichtiges tust oder denkst, so wirst du sogleich deine Schuld als eine häßliche, dämonische Verzerrung an dieser meiner Gestalt wahrnehmen. Erst wenn du all dein vergangenes Unrichtiges gutgemacht und dich so geläutert hast, daß dir weiter Übles ganz unmöglich ist, dann wird sich mein Wesen in leuchtende Schönheit verwandelt haben. Und dann werde ich mich zum Heile deiner ferneren Wirksamkeit wieder mit dir zu einem Wesen vereinigen können.

Meine Schwelle aber ist gezimmert aus einem jeglichen Furchtgefühl, das noch in dir ist, und aus einer jeglichen Scheu vor der Kraft, die volle Verantwortung für all dein Tun und Denken selbst zu übernehmen. Solange du noch irgendeine Furcht vor der selbsteigenen Lenkung deines Geschickes hast, so lange ist in diese Schwelle nicht alles hineingebaut, was sie erhalten muß. Und solange ihr ein einziger Baustein noch fehlt, so lange müßtest du wie gebannt an dieser Schwelle stehenbleiben oder stolpern. Versuche nicht früher diese Schwelle zu überschreiten, bis du ganz frei von Furcht und bereit zu höchster Verantwortlichkeit dich fühlst.

Bisher trat ich nur aus deiner eigenen Persönlichkeit heraus, wenn der Tod dich von einem irdischen Lebenslauf abberief. Aber auch da war meine Gestalt dir verschleiert. Nur die Schicksalsmächte, welche über dir walteten, sahen mich und konnten, nach meinem Aussehen, in den Zwischenpausen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, dir Kraft und Fähigkeit ausbilden, damit du in einem neuen Erdenleben an der Verschönerung meiner Gestalt zum Heile deines Fortkommens arbeiten konntest. Ich selbst war es auch, dessen Unvollkommenheit die Schicksalsmächte immer wieder dazu zwang, dich in eine neue Verkörperung auf die Erde zurückzuführen. Starbest du, so war ich da; und meinetwegen bestimmten die Lenker des Karma deine Wiedergeburt. Erst wenn du durch immer wieder erneuerte Leben in dieser Art mich unbewußt ganz zur Vollkommenheit umgeschaffen gehabt hättest, wärest du nicht den Todesmächten verfallen, sondern du hättest dich ganz mit mir vereint und wärest in Einheit mit mir in die Unsterblichkeit hinübergegangen.

So stehe ich heute sichtbar vor dir, wie ich stets unsichtbar neben dir in der Sterbestunde gestanden habe. Wenn du meine Schwelle überschritten haben wirst, so betrittst du die Reiche, die du sonst nach dem physischen Tode betreten hast. Du betrittst sie mit vollem Wissen und wirst fortan, indem du äußerlich sichtbar auf Erden wandelst, zugleich im Reiche des Todes, das ist aber im Reiche des ewigen Lebens, wandeln. Ich bin wirklich auch der Todesengel; aber ich, ich bin zugleich der Bringer eines nie versiegenden höheren Lebens. Beim lebendigen Leibe wirst du durch mich sterben, um die Wiedergeburt zum unzerstörbaren Dasein zu erleben.

Das Reich, das du nunmehr betrittst, wird dich bekannt machen mit Wesen übersinnlicher Art. Die Seligkeit wird dein Anteil in diesem Reiche sein. Aber die erste Bekanntschaft mit dieser Welt muß ich selbst sein, ich, der ich dein eigenes Geschöpf bin. Früher lebte ich von deinem eigenen Leben; aber jetzt bin ich durch dich zu einem eigenen Dasein erwacht und stehe vor dir als sichtbares Richtmaß deiner künftigen Taten, vielleicht auch als dein immerwährender Vorwurf. Du konntest mich schaffen; aber du hast damit auch zugleich die Pflicht übernommen, mich umzuschaffen.»

Was hier, in eine Erzählung gekleidet, angedeutet ist, hat man sich nicht etwa als etwas Sinnbildliches vorzustellen, sondern als ein im höchsten Grade wirkliches Erlebnis des Geheimschülers*.

Der Hüter soll ihn warnen, ja nicht weiter zu gehen, wenn er nicht die Kraft in sich fühlt, den Forderungen zu entsprechen, die in der obigen Anrede enthalten sind. So schrecklich die Gestalt dieses Hüters auch ist, sie ist doch nur die Wirkung des eigenen vergangenen Lebens des Schülers, ist nur sein eigener Charakter, zu selbständigem Leben außer ihm erweckt. Und diese Erweckung geschieht durch die Auseinanderlösung von Wille, Denken und Gefühl. – Schon das ist ein Erlebnis von tief bedeutungsvoller Art, daß man zum ersten Male fühlt, man habe einem geistigen Wesen selbst den Ursprung gegeben. – Es muß nun die Vorbereitung des Geheimschülers dahin zielen, daß er ohne eine jegliche Scheu den schrecklichen Anblick aushält und daß er im Augenblicke der Begegnung seine Kraft wirklich so gewachsen fühlt, daß er es auf sich nehmen kann, die Verschönung des «Hüters» mit vollem Wissen auf sich zu laden.

Eine Folge der glücklich überstandenen Begegnung mit dem «Hüter der Schwelle» ist, daß der nächste physische Tod dann für den Geheimschüler ein ganz anderes Ereignis ist, als vorher die Tode waren. Er erlebt bewußt das Sterben, indem er den physischen Körper ablegt, wie man ein Kleid ablegt, das abgenutzt oder vielleicht auch durch einen plötzlichen Riß unbrauchbar geworden ist. Dieser sein physischer Tod ist dann sozusagen eine erhebliche Tatsache nur für die anderen, welche mit ihm leben und die mit ihren Wahrnehmungen noch ganz auf die Sinnenwelt beschränkt sind. Für sie «stirbt» der Geheimschüler. Für ihn ändert sich nichts von Bedeutung in seiner ganzen Umgebung. Die ganze übersinnliche Welt, in die er eingetreten ist, stand vor dem Tode schon in entsprechender Art vor ihm, und dieselbe Welt wird auch nach dem Tode vor ihm stehen. Nun hängt der «Hüter der Schwelle» aber noch mit anderem zusammen. Der Mensch gehört einer Familie, einem Volke, einer Rasse an; sein Wirken in dieser Welt hängt von seiner Zugehörigkeit zu einer solchen Gesamtheit ab. Auch sein besonderer Charakter steht damit im Zusammenhange. Und das bewußte Wirken der einzelnen Menschen ist keineswegs alles, womit man bei einer Familie, einem Stamme, Volke, einer Rasse zu rechnen hat. Es gibt ein Familien-, Volks- (und so weiter) Schicksal, wie es einen Familien-, Rassen- (und so weiter) Charakter gibt. Für den Menschen, der auf seine Sinne beschränkt ist, bleiben diese Dinge allgemeine Begriffe, und der materialistische Denker in seinem Vorurteil wird verächtlich auf den Geheimwissenschafter herabsehen, wenn er hört, daß für diesen letzteren der Familien- oder der Volkscharakter, das Stammes- oder Rassenschicksal ebenso wirklichen Wesen zukommen, wie der Charakter und das Schicksal des einzelnen Menschen einer wirklichen Persönlichkeit zukommen. Der Geheimwissenschafter lernt eben höhere Welten kennen, von denen die einzelnen Persönlichkeiten ebenso Glieder sind, wie Arme, Beine und Kopf Glieder des Menschen sind. Und in dem Leben einer Familie, eines Volkes, einer Rasse wirken außer den einzelnen Menschen auch die ganz wirklichen Familienseelen, Volksseelen, Rassengeister. Ja, in einem gewissen Sinne sind die einzelnen Menschen nur die ausführenden Organe dieser Familienseelen, Rassengeister und so weiter. In voller Wahrheit kann man davon sprechen, daß sich zum Beispiel eine Volksseele des einzelnen zu ihrem Volke gehörigen Menschen bedient, um gewisse Arbeiten auszuführen. Die Volksseele steigt nicht bis zur sinnlichen Wirklichkeit herab. Sie wandelt in höheren Welten. Und um in der physisch-sinnlichen Welt zu wirken, bedient sie sich der physischen Organe des einzelnen Menschen. Es ist in einem höheren Sinne gerade so, wie wenn sich ein Bautechniker zur Ausführung der Einzelheiten des Baues der Arbeiter bedient. – Jeder Mensch erhält im wahrsten Sinne des Wortes seine Arbeit von der Familien-, Volks- oder Rassenseele zugeteilt. Nun wird der Sinnesmensch jedoch keineswegs in den höheren Plan seiner Arbeit eingeweiht. Er arbeitet unbewußt an den Zielen der Volks-, Rassenseelen und so weiter mit. Von dem Zeitpunkte an, wo der Geheimschüler dem Hüter der Schwelle begegnet, hat er nicht bloß seine eigenen Aufgaben als Persönlichkeit zu kennen, sondern er muß wissentlich mitarbeiten an denen seines Volkes, seiner Rasse. Jede Erweiterung seines Gesichtskreises legt ihm unbedingt auch erweiterte Pflichten auf. Der wirkliche Vorgang dabei ist der, daß der Geheimschüler seinem feineren Seelenkörper einen neuen hinzufügt. Er zieht ein Kleid mehr an. Bisher schritt er durch die Welt mit den Hüllen, welche seine Persönlichkeit einkleiden. Und was er für seine Gemeinsamkeit, für sein Volk, seine Rasse und so weiter zu tun hatte, dafür sorgten die höheren Geister, die sich seiner Persönlichkeit bedienten. – Eine weitere Enthüllung, die ihm nun der «Hüter der Schwelle» macht, ist die, daß fernerhin diese Geister ihre Hand von ihm abziehen werden. Er muß aus der Gemeinsamkeit ganz heraustreten. Und er würde sich als Einzelner vollständig in sich verhärten, er würde dem Verderben entgegengehen, wenn er nun nicht selbst sich die Kräfte erwürbe, welche den Volks- und Rassengeistem eigen sind. – Zwar werden viele Menschen sagen: «Oh, ich habe mich ganz frei gemacht von allen Stammes- und Rassenzusammenhängen; ich will nur "Mensch" und "nichts als Mensch" sein.» Ihnen muß man aber sagen: Wer hat dich zu dieser Freiheit gebracht? Hat dich nicht deine Familie so hineingestellt in die Welt, wie du jetzt darinnen stehst? Hat dich nicht dein Stamm, dein Volk, deine Rasse zu dem gemacht, was du bist? Sie haben dich erzogen; und wenn du über alle Vorurteile erhaben, einer der Lichtbringer und Wohltäter deines Stammes oder selbst deiner Rasse bist, du verdankst das ihrer Erziehung. Ja, auch wenn du von dir sagst, du seiest «nichts als Mensch»: selbst daß du so geworden bist, verdankst du den Geistern deiner Gemeinschaften. – Erst der Geheimschüler lernt erkennen, was es heißt, ganz verlassen sein von Volks-, Stammes-, Rassengeistern. Erst er erfährt an sich selbst die Bedeutungslosigkeit aller solcher Erziehung für das Leben, das ihm nun bevorsteht. Denn alles, was an ihm herangezogen ist, löst sich vollständig auf durch das Zerreißen der Fäden zwischen Wille, Denken und Gefühl. Er blickt auf die Ergebnisse aller bisherigen Erziehung zurück, wie man auf ein Haus blicken müßte, das in seinen einzelnen Ziegelsteinen auseinanderbröckelt und das man nun in neuer Form wieder aufbauen muß. Es ist wieder mehr als ein bloßes Sinnbild, wenn man sagt: Nachdem der «Hüter der Schwelle» über seine ersten Forderungen sich ausgesprochen hat, dann erhebt sich von dem Orte aus, an dem er steht, ein Wirbelwind, der all die geistigen Leuchten zum Verlöschen bringt, die bisher den Lebensweg erhellt haben. Und eine völlige Finsternis breitet sich vor dem Geheimschüler aus. Sie wird nur unterbrochen von dem Schein, den der «Hüter der Schwelle» selbst ausstrahlt. Und aus der Dunkelheit heraus ertönen seine weiteren Ermahnungen: «Überschreite meine Schwelle nicht, bevor du dir klar bist, daß du die Finsternis vor dir selbst durchleuchten wirst; tue auch nicht einen einzigen Schritt vorwärts, wenn es dir nicht zur Gewißheit geworden ist, daß du Brennstoff genug in deiner eigenen Lampe hast. Die Lampen von Führern, welche du bisher hattest, werden dir in der Zukunft fehlen.» Nach diesen Worten hat der Schüler sich umzuwenden und den Blick nach hinten zu wenden. Der «Hüter der Schwelle» zieht nunmehr einen Vorhang hinweg, der bisher tiefe Lebensgeheimnisse verhüllt hat. Die Stammes-, Volks- und Rassengeister werden in ihrer vollen Wirksamkeit offenbar; und der Schüler sieht ebenso genau, wie er bisher geführt worden ist, als ihm anderseits klar wird, daß er nunmehr diese Führerschaft nicht mehr haben wird. Dies ist eine zweite Warnung, welche der Mensch an der Schwelle durch ihren Hüter erlebt.

Unvorbereitet könnte den hier angedeuteten Anblick allerdings niemand ertragen; aber die höhere Schulung, welche dem Menschen überhaupt möglich macht, bis zur Schwelle vorzudringen, setzt ihn zugleich in die Lage, im entsprechenden Augenblicke die notwendige Kraft zu finden. Ja, diese Schulung kann eine so harmonische sein, daß dem Eintritt in das neue Leben jeder erregende oder tumultuarische Charakter genommen wird. Dann wird für den Geheimschüler das Erlebnis an der Schwelle von einem Vorgefühl jener Seligkeit begleitet sein, welche den Grundton seines neu erwachten Lebens bilden wird. Die Empfindung der neuen Freiheit wird alle anderen Gefühle überwiegen; und mit dieser Empfindung werden ihm die neuen Pflichten und die neue Verantwortung wie etwas erscheinen, das der Mensch auf einer Stufe des Lebens übernehmen muß."[5]

"Es ist geschildert worden, wie bedeutsam für den Menschen die Begegnung mit dem sogenannten kleineren Hüter der «Schwelle» dadurch ist, daß er in diesem ein übersinnliches Wesen gewahr wird, das er gewissermaßen selbst hervorgebracht hat. Der Leib dieses Wesens ist zusammengesetzt aus den ihm vorher unsichtbaren Folgen seiner eigenen Handlungen, Gefühle und Gedanken. Aber diese unsichtbaren Kräfte sind die Ursachen geworden seines Schicksals und seines Charakters. Es wird nunmehr dem Menschen klar, wie er in der Vergangenheit selbst die Grundlagen für seine Gegenwart gelegt hat. Sein Wesen steht dadurch bis zu einem gewissen Grade offenbar vor ihm. Es sind zum Beispiel bestimmte Neigungen und Gewohnheiten in ihm. Jetzt kann er sich klarmachen, warum er diese hat. Gewisse Schicksalsschläge haben ihn getroffen; nun erkennt er, woher diese kommen. Er wird gewahr, weshalb er das eine liebt, das andere haßt, warum er durch dies oder jenes glücklich oder unglücklich ist. Das sichtbare Leben wird ihm durch die unsichtbaren Ursachen verständlich. Auch die wesentlichen Lebenstatsachen, Krankheit und Gesundheit, Tod und Geburt, entschleiern sich vor seinen Blicken. Er merkt, daß er vor seiner Geburt die Ursachen gewoben hat, die ihn notwendig wieder ins Leben hereinführen mußten. Er kennt nunmehr die Wesenheit in sich, welche in dieser sichtbaren Welt aufgebaut ist auf eine unvollkommene Art und die auch nur in derselben sichtbaren Welt ihrer Vollkommenheit zugeführt werden kann. Denn in keiner anderen Welt gibt es eine Gelegenheit, an dem Ausbau dieser Wesenheit zu arbeiten. Und ferner sieht er ein, daß der Tod ihn zunächst nicht für immer von dieser Welt trennen kann. Denn er muß sich sagen: «Ich bin dereinst zum ersten Male in diese Welt gekommen, weil ich damals ein solches Wesen war, welches das Leben in dieser Welt brauchte, um sich Eigenschaften zu erwerben, die es sich in keiner anderen Welt hätte erwerben können. Und ich muß so lange mit dieser Welt verbunden sein, bis ich alles in mir entwickelt habe, was in ihr gewonnen werden kann. Ich werde dereinst nur dadurch ein tauglicher Mitarbeiter in einer anderen Welt werden, daß ich mir in der sinnlich sichtbaren alle die Fähigkeiten dazu erwerbe.» – Es gehört nämlich zu den wichtigsten Erlebnissen des Eingeweihten, daß er die sinnlich sichtbare Natur in ihrem wahren Werte besser kennen und schätzen lernt, als er dies vor seiner Geistesschulung konnte. Diese Erkenntnis wird ihm gerade durch seinen Einblick in die übersinnliche Welt. Wer einen solchen Einblick nicht getan hat und sich deshalb vielleicht nur der Ahnung hingibt, daß die übersinnlichen Gebiete die unendlich wertvolleren sind, der kann die sinnliche Welt unterschätzen. Wer aber diesen Einblick getan hat, der weiß, daß er ohne die Erlebnisse in der sichtbaren Wirklichkeit ganz ohnmächtig in der unsichtbaren wäre. Soll er in der letzteren leben, so muß er Fähigkeiten und Werkzeuge zu diesem Leben haben. Die kann er sich aber nur in der sichtbaren erwerben. Er wird geistig sehen müssen, wenn die unsichtbare Welt für ihn bewußt werden soll. Aber diese Sehkraft für eine «höhere» Welt wird durch die Erlebnisse in der «niederen» allmählich ausgebildet. Man kann ebensowenig in einer geistigen Welt mit geistigen Augen geboren werden, wenn man diese nicht in der sinnlichen sich gebildet hat, wie das Kind nicht mit physischen Augen geboren werden könnte, wenn diese sich nicht im Mutterleibe gebildet hätten.

Von diesem Gesichtspunkte aus wird man auch einsehen, warum die «Schwelle» zur übersinnlichen Welt von einem «Hüter» bewacht wird. Es darf nämlich auf keinen Fall dem Menschen ein wirklicher Einblick in jene Gebiete gestattet werden, bevor er dazu die notwendigen Fähigkeiten erworben hat. Deshalb wird jedesmal beim Tode, wenn der Mensch, noch unfähig zur Arbeit in einer anderen Welt, diese betritt, der Schleier vorgezogen vor ihren Erlebnissen. Er soll sie erst erblicken, wenn er ganz dazu reif geworden ist.

Betritt der Geheimschüler die übersinnliche Welt, dann erhält das Leben für ihn einen ganz neuen Sinn, er sieht in der sinnlichen Welt den Keimboden für eine höhere. Und in einem gewissen Sinne wird ihm diese «höhere» ohne die «niedere» als eine mangelhafte erscheinen. Zwei Ausblicke eröffnen sich ihm. Der eine in die Vergangenheit, der andere in die Zukunft. In eine Vergangenheit schaut er, in welcher diese sinnliche Welt noch nicht war. Denn über das Vorurteil, daß die übersinnliche Welt sich aus der sinnlichen entwickelt habe, ist er längst hinweg. Er weiß, daß das Übersinnliche zuerst war und daß sich alles Sinnliche aus diesem entwickelt habe. Er sieht, daß er selbst, bevor er zum ersten Male in diese sinnliche Welt gekommen ist, einer übersinnlichen angehört hat. Aber diese einstige übersinnliche Welt brauchte den Durchgang durch die sinnliche. Ihre Weiterentwickelung wäre ohne diesen Durchgang nicht möglich gewesen. Erst wenn sich innerhalb des sinnlichen Reiches Wesen entwickelt haben werden mit entsprechenden Fähigkeiten, kann die übersinnliche wieder ihren Fortgang nehmen. Und diese Wesenheiten sind die Menschen. Diese sind somit, so wie sie jetzt leben, einer unvollkommenen Stufe des geistigen Daseins entsprungen und werden selbst innerhalb derselben zu derjenigen Vollkommenheit geführt, durch die sie dann tauglich sein werden zur Weiterarbeit an der höheren Welt. –Und hier knüpft der Ausblick in die Zukunft an. Er weist auf eine höhere Stufe der übersinnlichen Welt. In dieser werden die Früchte sein, die in der sinnlichen ausgebildet werden. Die letztere als solche wird überwunden; ihre Ergebnisse aber einer höheren einverleibt sein.

Damit ist das Verständnis gegeben für Krankheit und Tod in der sinnlichen Welt. Der Tod ist nämlich nichts anderes als der Ausdruck dafür, daß die einstige übersinnliche Welt an einem Punkte angekommen war, von dem aus sie durch sich selbst nicht weitergehen konnte. Ein allgemeiner Tod wäre notwendig für sie gewesen, wenn sie nicht einen neuen Lebenseinschlag erhalten hätte. Und so ist dieses neue Leben zu einem Kampf gegen den allgemeinen Tod geworden. Aus den Resten einer absterbenden, in sich erstarrenden Welt erblühten die Keime einer neuen. Deshalb haben wir Sterben und Leben in der Welt. Und langsam gehen die Dinge ineinander über. Die absterbenden Teile der alten Welt haften noch den neuen Lebenskeimen an, die ja aus ihnen hervorgegangen sind. Den deutlichsten Ausdruck findet das eben im Menschen. Er trägt als seine Hülle an sich, was sich aus jener alten Welt erhalten hat; und innerhalb dieser Hülle bildet sich der Keim jenes Wesens aus, das zukünftig leben wird. Er ist so ein Doppelwesen, ein sterbliches und ein unsterbliches. Das Sterbliche ist in seinem End-, das Unsterbliche in seinem Anfangszustand. Aber erst innerhalb dieser Doppelwelt, die ihren Ausdruck in dem Sinnlich-Physischen findet, eignet er sich die Fähigkeiten dazu an, die Welt der Unsterblichkeit zuzuführen. Ja, seine Aufgabe ist, aus dem Sterblichen selbst die Früchte für das Unsterbliche herauszuholen. Blickt er also auf sein Wesen, wie er es selbst in der Vergangenheit aufgebaut hat, so muß er sich sagen: Ich habe in mir die Elemente einer absterbenden Welt. Sie arbeiten in mir, und nur allmählich kann ich ihre Macht durch die neuauflebenden unsterblichen brechen. So geht des Menschen Weg vom Tode zum Leben. Könnte er mit vollem Bewußtsein in der Sterbestunde zu sich sprechen, so müßte er sich sagen: «Das Sterbende war mein Lehrmeister. Daß ich sterbe, ist eine Wirkung der ganzen Vergangenheit, mit der ich verwoben bin. Aber das Feld des Sterblichen hat mir die Keime zum Unsterblichen gereift. Diese trage ich in eine andere Welt mit hinaus. Wenn es bloß auf das Vergangene ankäme, dann hätte ich überhaupt niemals geboren werden können. Das Leben des Vergangenen ist mit der Geburt abgeschlossen. Das Leben im Sinnlichen ist durch den neuen Lebenskeim dem allgemeinen Tode abgerungen. Die Zeit zwischen Geburt und Tod ist nur der Ausdruck dafür, wieviel das neue Leben der absterbenden Vergangenheit abringen konnte. Und die Krankheit ist nichts als die Fortwirkung der absterbenden Teile dieser Vergangenheit.»

Aus all dem heraus findet die Frage ihre Antwort, warum der Mensch erst allmählich sich aus Verirrung und Unvollkommenheit zu der Wahrheit und dem Guten durcharbeitet. Seine Handlungen, Gefühle und Gedanken stehen zunächst unter der Herrschaft des Vergehenden und Absterbenden. Aus diesem sind seine sinnlich-physischen Organe herausgebildet. Daher sind diese Organe und alles, was sie zunächst antreibt, selbst dem Vergehen geweiht. Nicht die Instinkte, Triebe, Leidenschaften und so weiter und die zu ihnen gehörigen Organe stellen ein Unvergängliches dar, sondern erst das wird unvergänglich sein, was als das Werk dieser Organe erscheint. Erst wenn der Mensch aus dem Vergehenden alles herausgearbeitet hat, was herauszuarbeiten ist, wird er die Grundlage abstreifen können, aus welcher er herausgewachsen ist und die ihren Ausdruck in der physisch-sinnlichen Welt findet.

So stellt der erste «Hüter der Schwelle» das Ebenbild des Menschen in seiner Doppelnatur dar, aus Vergänglichem und Unvergänglichem gemischt. Und klar zeigt sich an ihm, was noch fehlt bis zur Erreichung der hehren Lichtgestalt, welche wieder die reine geistige Welt bewohnen kann.

Der Grad der Verstricktheit mit der physisch-sinnlichen Natur wird dem Menschen durch den «Hüter der Schwelle» anschaulich. Diese Verstricktheit drückt sich zunächst in dem Vorhandensein der Instinkte, Triebe, Begierden, egoistischen Wünsche, in allen Formen des Eigennutzes und so weiter aus. Sie kommt dann in der Angehörigkeit zu einer Rasse, einem Volke und so weiter zum Ausdruck. Denn Völker und Rassen sind nur die verschiedenen Entwickelungsstufen zur reinen Menschheit hin. Es steht eine Rasse, ein Volk um so höher, je vollkommener ihre Angehörigen den reinen, idealen Menschheitstypus zum Ausdrucke bringen, je mehr sie sich von dem physisch Vergänglichen zu dem übersinnlich Unvergänglichen durchgearbeitet haben. Die Entwickelung des Menschen durch die Wiederverkörperungen in immer höher stehenden Volks- und Rassenformen ist daher ein Befreiungsprozeß. Zuletzt muß der Mensch in seiner harmonischen Vollkommenheit erscheinen. – In einer ähnlichen Art ist der Durchgang durch immer reinere sittliche und religiöse Anschauungsformen eine Vervollkommnung. Denn jede sittliche Stufe enthält noch die Sucht nach dem Vergänglichen neben den idealistischen Zukunftskeimen.

Nun erscheint in dem geschilderten «Hüter der Schwelle» nur das Ergebnis der verflossenen Zeit. Und von den Zukunftskeimen ist nur dasjenige darinnen, was in dieser verflossenen Zeit hineingewoben worden ist. Aber der Mensch muß in die zukünftige übersinnliche Welt alles mitbringen, was er aus der Sinnenwelt herausholen kann. Wollte er nur das mitbringen, was in sein Gegenbild bloß aus der Vergangenheit hinein verwoben ist, so hätte er seine irdische Aufgabe nur teilweise erfüllt. Deshalb gesellt sich nun zu dem «kleineren Hüter der Schwelle» nach einiger Zeit der größere."[6]

*Es ist aus obigem klar, daß der geschilderte «Hüter der Schwelle» eine solche (astrale) Gestalt ist, welche dem erwachenden höheren Schauen des Geheimschülers sich offenbart. Und zu dieser übersinnlichen Begegnung führt die Geheimwissenschaft. Es ist eine Verrichtung niederer Magie, den «Hüter der Schwelle» auch sinnlich sichtbar zu machen. Dabei handelte es sich um die Herstellung einer Wolke feinen Stoffes, eines Räucherwerkes, das aus einer Reihe von Stoffen in bestimmter Mischung hergestellt wird. Die entwickelte Kraft des Magiers ist dann imstande, gestaltend auf das Räucherwerk zu wirken und dessen Substanz mit dem noch unausgeglichenen Karma des Menschen zu beleben. – Wer genügend vorbereitet für das höhere Schauen ist, braucht dergleichen sinnliche Anschauung nicht mehr; und wem sein noch unausgeglichenes Karma ohne genügende Vorbereitung als sinnlich lebendiges Wesen vor Augen träte, der liefe Gefahr, in schlimme Abwege zu geraten. Er sollte nicht danach streben. In Bulwers «Zanoni» wird romanhaft eine Darstellung dieses «Hüters der Schwelle» gegeben.

Lit.:
[1]Rudolf Steiner, Natur- und Geistwesen. Ihr Wirken in unserer sichtbaren Welt., GA 98 (1983), S 34 ff., Wien, 7. November 1907
[2]Rudolf Steiner, Grundelemente der Esoterik, GA 93a (1976), S 141, Berlin, 16. Oktober 1905
[3]Rudolf Steiner, Makrokosmaos und Mikrokosmos, GA 119 (1988), S 92 f., Dritter Vortrag, Wien, 23. März 1910
[4]ebd. S 117 ff., Vierter Vortrag, Wien, 24. März 1910
[5]Rudolf Steiner, Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?, GA 10 (1904/05), im Kapitel Der Hüter der Schwelle
[6]ebd. im Kapitel Leben und Tod: Der große Hüter der Schwelle

(Literaturangaben folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz Email: verlag@rudolf-steiner.com URL: http://www.rudolf-steiner.com)

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