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Lexikon Anthroposophie

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Mensch
allgemeine Bezeichnung für jene Entwicklungsstufe eines Wesens, auf der es vom Geschöpf zum Schöpfer aufsteigt

Mit dem Wort «Mensch» wird ganz allgemein jene kosmische Entwicklungsstufe bezeichnet, auf der ein Wesen vom bloßen Geschöpf zum Schöpfer aufsteigt. Wir sind jetzt auf Erden dazu berufen, uns diesen Entwicklungsgrad zu erringen. Vor uns haben andere Wesenheiten diese Entwicklungsstufe erreicht, nach uns werden weitere folgen:

"Was haben wir denn eigentlich im Grunde genommen bisher Mensch genannt? — Mensch haben wir genannt eine gewisse Entwickelungsstufe. Wir haben gefunden, daß die Geister der Persönlichkeit Menschen auf dem alten Saturn waren; wir haben gefunden, daß sogar die Throne einmal Menschen gewesen sein müssen; haben gefunden, daß der Mensch sich weiterentwickelt, daß er aufsteigt in höhere Wesenheiten; wir haben sogar die ersten Etappen des Aufstiegs kennengelernt in den Engeln, Erzengeln; haben in diesen Wesenheiten kennengelernt Wesen, die etwas hinopfern. Wir haben den Anfang des Opfers gesehen, der im höchsten Sinne vorhanden ist bei den Thronen...

So gliedert sich uns zusammen der Begriff der Entwickelung von dem Punkte aus, wo man nimmt, bis zu demjenigen, wo ausgeströmt, geschaffen wird. Wir sehen den Begriff des Schöpfers vor unserem geistigen Auge erstehen, und da sagen wir uns: also von dem Geschöpf zum Schöpfer entwickelt sich ein jegliches Wesen. Nun aber, Erzengel, sie haben sich auf der alten Sonne zum Menschen entwickelt, Geister der Persönlichkeit auf dem alten Saturn, Engel auf dem alten Monde, wir Menschen auf der Erde, und so wird es fortgehen; es werden sich immer, immer Wesen zu Menschen entwickeln. Geht denn das alles so endlos fort? Ist das wirklich nur ein ewiges Ablaufen von Kreisläufen, durch die sich zum Beispiel auf der Sonne wiederholt, was auf dem Saturn schon da war, nur daß eine Anzahl von Wesenheiten später darankommt? Denn die Feuergeister kommen eine Stufe später als die Geister der Persönlichkeit. Ist das wirklich alles so, daß immer Wesen aus hilflosen Geschöpfen des Anfangs sich hinaufentwickeln zu solchen, die sich opfern können? Das ist nicht der Fall, das ist durchaus nicht der Fall! Es entsteht eben die große Frage: Ist das Menschentum auf dem Saturn, das die Geister der Persönlichkeit geführt haben, das Menschentum der Erzengel auf der Sonne, das der Engel auf dem Mars, ist das dasselbe Menschentum wie dasjenige, das wir hier auf der Erde führen? Sehen wir, wenn wir die Natur der Engel zum Beispiel ins Auge fassen, nur in ihnen das Bild unserer eigenen nächsten Epoche, der Jupiterepoche? Sehen wir in den Feuergeistern nur das Bild derjenigen Wesenheiten, die wir auf der Venus sein werden? Ist wirklich Anlaß vorhanden, sich zu sagen: Da stehen wir auf unserer Erde, wir werden höhere Stufen erreichen in der Weltentwickelung, wir werden selbst heraufsteigen m der Hierarchie, aber die Wesen, zu denen wir werden können, sie sind schon alle da, und unsere eigene Stufe ist ja früher von anderen Wesenheiten beschritten worden! Ist das so ? Das ist die große Konsequenzfrage, die eigentlich jedem, der unbefangen die Vorträge hat auf sich wirken lassen, vor die Seele treten muß. Haben wir es bloß mit einem Menschenwerden zu tun, das sich ewig wiederholt, dann sind wir wie die Geister der Persönlichkeit auf dem alten Saturn, wie die Erzengel auf der alten Sonne, wie die Engel auf dem Mars. Für uns mag das wichtig sein, für die höheren Götter wäre es nur eine Vermehrung ihrer Geschöpfe, und sie hätten nichts Sonderliches als Fortschritt erreicht. Eine andere Frage ist es aber: Werden sich die Menschen vielleicht einmal gerade dadurch, daß sie auf der Erde Mensch werden, zu Wesenheiten entwickeln, die etwas können, was die Engel nicht können, was auch die Erzengel und die Geister der Persönlichkeit nicht können? Hat die ganze Schöpfung etwas dazugelernt dadurch, daß sie nach den Erzengeln und Engeln Menschen erzeugt hat? Hat die Schöpfung einen Fortschritt gemacht? Hat der Mensch dadurch, daß er sich dazu bequemt hat, tiefer herunterzusteigen, hat er vielleicht dadurch Anwartschaft darauf, noch höher hinaufzusteigen? Diese Frage stellen wir uns einmal als eine Art Konsequenzfrage hin."[1]

Tatsächlich ist der Mensch dazu berufen, sich künftig als zehnte Hierarchie in den Chor der geistigen Wesen einzureihen und als -> Geist der Freiheit und Liebe dem Kosmos völlig neue Eigenschaften einzugliedern.

Lit.:
[1]Rudolf Steiner, Geistige Hierarchien und ihre Widerspiegeling in der physischen Welt, GA 110 (1981), S 152 ff., Neunter Vortrag, Düsseldorf, 18. April 1909, vormittags

(Literaturangaben folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz Email: verlag@rudolf-steiner.com URL: http://www.rudolf-steiner.com)

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http://www.anthroposophie.net/lexikon/db.php?id=247letzte Änderung: 2002-12-02

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