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Lexikon Anthroposophie

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Sieben freie Künste

Die „Sieben freien Künste“ als Weg zur Bildung der Seele

Auf seinem Weg durch das vorgeburtliche Leben steigt der Mensch durch die Planetensphären herab und nimmt dabei die Bildekräfte auf, die später im Erdenleben dazu dienen sollen, die Seele zu bilden. Mit den 7 freien Künsten wird ganz im platonischen Sinn die Wiedererinnerung an diese vorgeburtliche Dasein geweckt, so dass entsprechende Inspirationen aus den Planetensphären aufgenommen werden können. Es geht nicht um ein Wissen, das man sich aneignet, sondern um die Erübung von Fähigkeiten – darum sind es auch nicht 7 Wissenschaften, sondern eben 7 Künste (Kunst = Können!), die wesenhaft als 7 Jungfrauen erlebt wurden, die sich um die Heilige Jungfrau, um die Jungfrau Sophia scharen. Philosophie war in diesem Sinne Liebesdienst für die Jungfrau Maria oder auch für die Göttin Natura, wie man es vielfach in den Erzählungen zu den 7 freien Künsten findet (da wirkt noch ganz ungebrochen und harmonisch mit dem Christlichen vereint der keltisch-druidische Ursprung nach). Der von niederen sinnlichen Begierden gereinigte Astralleib (-> Katharsis) wird in der christlichen Esoterik als «Jungfrau Sophia» bezeichnet, gleichbedeutend, allerdings eben in christlich verwandelter Form. mit der «Isis» der ägyptischen Mysterien, von Goethe im abschließenden Chorus Mysticus seiner Faust-Dichtung als das Ewig Weibliche angesprochen:

"Die christliche Esoterik nannte diesen gereinigten, geläuterten astralischen Leib, der in dem Augenblick, wo er der Erleuchtung unterworfen ist, nichts von den unreinen Eindrücken der physischen Welt in sich enthält, sondern nur die Erkenntnisorgane der geistigen Welt, die «reine, keusche, weise Jungfrau Sophia». Durch alles das, was der Mensch aufnimmt in der Katharsis, reinigt und läutert er seinen astralischen Leib zur «Jungfrau Sophia». Und der «Jungfrau Sophia» kommt entgegen das kosmische Ich, das Welten-Ich, das die Erleuchtung bewirkt, das also macht, daß der Mensch Licht um sich herum hat, geistiges Licht. Dieses Zweite, das zur «Jungfrau Sophia» hinzukommt, nannte die christliche Esoterik - und nennt es auch heute noch - den «Heiligen Geist». So daß man im christlich-esoterischen Sinne ganz richtig spricht, wenn man sagt: Der christliche Esoteriker erreicht durch seine Einweihungsvorgänge die Reinigung und Läuterung seines astralischen Leibes; er macht seinen astralischen Leib zur «Jungfrau Sophia» und wird überleuchtet - wenn Sie wollen, können Sie es überschattet nennen - von dem «Heiligen Geiste», von dem kosmischen Welten-Ich."

 

 

 

 

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Dialektik
lehrt das Wahre

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I

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Grammatik
spricht

Mond

EI

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Adelard von Bath schildert in seinem Traktat »de eodem et diverso« (»Von Demselben und dem Anderen« - ein Hinweis auf das geistige Urbild und das sinnliche Abbild) wie er zur Meditation die Stille außerhalb Tours aufsuchte, wo nur der Duft der Blumen und das Rauschen der Loire zu ihm drang. Da erschienen ihm zwei Geistgestalten: die Philokosmie mit ihrem Gefolge, nämlich dem Reichtum, der Macht, der Würde, dem Ruhm und der Lust, und die Philosophie umgeben von den sieben freien Künsten. Die Philokosmie will ihn zur sinnlichen Lust verführen, die Philosophie aber zeigt ihm, dass die Seele der Lichtwelt entstammt und dass die 7 freien Künste die in den Leib verstrickte Seele wieder in jene geistige Höhen zu erheben vermag, in der sie vor der Geburt lebte.

(Literaturangaben folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz Email: verlag@rudolf-steiner.com URL: http://www.rudolf-steiner.com)

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http://www.anthroposophie.net/lexikon/db.php?id=282letzte Änderung: 2004-01-16

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