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Lexikon Anthroposophie

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Hierarchien
Geistige Hierarchien (Schema)

Trinität

Vater - Sohn - Heiliger Geist

1. Hierarchie

Seraphim, Geister der All-Liebe
Cherubim, Geister der Harmonien
Throne, Geister des Willens

2. Hierarchie

Kyriotetes, Geister der Weisheit, Herrschaften
Dynameis (Dynamis), Geister der Bewegung, Mächte, Mahat
Exusiai, Elohim (hebr.), Geister der Form, Gewalten

3. Hierarchie

Archai, Urengel, Urbeginne, Urkräfte, Geister der Persönlichkeit, auch Geister der Finsternis, Asuras
Archangeloi, Erzengel, Feuergeister, Geister od. Söhne des Feuers, Erzboten
Angeloi, Engel, Geister od. Söhne des Zwielichts, Geister der Dämmerung, Söhne des Lebens, Boten, Lunar Pitris

"Die Lehre von den Göttern ist zuerst in ein System gebracht worden von dem Schüler des Apostels Paulus, Dionysius dem Areopagiten. Sie ist aber erst im 6. Jahrhundert aufgeschrieben worden. Die Gelehrten leugnen deshalb die Existenz des Dionysius Areopagita und sprechen von den Schriften des Pseudo-Dionysius, als ob man erst im 6. Jahrhundert alte Überlieferungen zusammengestellt habe. Der wahre Sachverhalt ist nur zu konstatieren durch das Lesen in der Akasha-Chronik. Die Akasha-Chronik aber lehrt, daß Dionysius wirklich in Athen gelebt hat, daß er von Paulus eingeweiht worden ist und von ihm den Auftrag erhalten hat, die Lehre von den höheren Geistwesen zu begründen und besonderen Eingeweihten zu erteilen. Gewisse hohe Lehren wurden damals niemals aufgeschrieben, sondern nur durch mündliche Tradition fortgepflanzt. Auch die Lehre von den Göttern wurde so von Dionysius seinen Schülern gegeben und von diesen wiederum weitergegeben. Der direkte Schüler wurde dann mit Absicht wieder Dionysius genannt, so daß der letzte, der die Lehre von den Göttern aufschrieb, einer in dieser Reihe war, die alle Dionysius genannt wurden.

Diese Lehre von den Göttern, wie sie Dionysius gegeben hat, umfaßt dreimal drei Glieder der göttlichen Wesenheiten. Die höchsten drei sind:

     Seraphim, Cherubim, Throne.

Die nächste Stufe umfaßt die:

     Herrschaften, Mächte, Gewalten.

Die dritte Stufe umfaßt die:

     Urkräfte oder Anfänge, Erzengel und Engel.

Sooft in der Bibel steht «am Anfang», bezieht sich das auf die Urkräfte oder Anfänge. «Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde», das heißt: Der Gott des Anfangs, der auf dieser Stufe steht, schuf Himmel und Erde. - Es war eine von den Urkräften der dritten Abteilung der Hierarchien.

Über den Seraphim stehen dann göttliche Wesenheiten von solcher Erhabenheit, daß das menschliche Fassungsvermögen nicht ausreicht, um sie zu begreifen. Nach der dritten Stufe folgt die vierte Hierarchie:

Der Mensch, als der zehnte in der ganzen Reihe.

Die Namen der Hierarchien sind keine Eigennamen, sondern Namen für gewisse Bewußtseinsstufen des großen Universums, und die Wesen rücken von einer Stufe zur anderen. Eliphas Levi hat das klar gesehen und betont, daß man es bei diesen Namen mit Rangstufen zu tun hat, mit Hierarchien.

Auf denselben Dionysius, der die Lehre von den Göttern zusammengestellt hat, geht auch das Prinzip der Kirchenorganisation zurück. Die kirchliche Hierarchie sollte nur ein äußeres Abbild sein für die innere Hierarchie der Welt. Dieser grandiose Gedanke wäre nur dann durchzuführen gewesen, wenn die Zeit dafür reif gewesen wäre, dies alles in seiner richtigen Gestalt zu verstehen. Dionysius hatte seinen Schülern eine solche Lehre über die Kirche hinterlassen, daß diese, wenn sie hätte veröffentlicht werden können, eine gewaltige, großartige Organisation dargestellt haben würde. Man hat damals versucht, die Lehren so fortzupflanzen, daß der Faden nie abriß von einem Lehrer zum anderen, der dann auch den Namen weiterführte. Darum ist es gar nicht so wunderbar, daß noch im 6. Jahrhundert ein Dionysius die Lehren niederschrieb. Ein allgemeines Verständnis konnten diese Lehren aber nicht finden, weil die Menschheit dazu noch nicht reif war. So sind sie wie eine Art Testament."[1]

Lit.:
[1]Rudolf Steiner, Grundelemente der Esoterik, GA 93a (1976), S 97 f., XIII, Berlin, 8. Oktober 1905

(Literaturangaben folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz Email: verlag@rudolf-steiner.com URL: http://www.rudolf-steiner.com)

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http://www.anthroposophie.net/lexikon/db.php?id=92letzte Änderung: 2002-09-13

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